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Konjunktur

Grüne Insel, schwarze Zahlen

Von Hans-Jörg Bruckberger

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06.11.2024
Foto von der grünen Insel
Die grüne Insel hat wirtschaftlich stark aufgeholt. Dies geht vor allem darauf zurück, dass man internationale Konzerne mit Steuervorteilen lockt. Eine Insel der Seligen ist Irland deshalb freilich noch lange nicht.© Kirk Fisher - GettyImages.com

Davon können andere Länder nur träumen: Irlands Wirtschaft ist zwar zuletzt geschrumpft, aber dennoch auf dem besten Weg, 2024 zum dritten Mal in Folge ­einen Überschuss zu erwirtschaften. ­Dieser wird mit 8,6 voraussichtlich abermals über acht Milliarden Euro liegen. Eine bemerkenswerte Entwicklung mehr als ein Jahrzehnt nach dem Zusammenbruch der Wirtschaft, der die EU und den IWF dazu zwang, mit Krediten in Höhe von 67,5 Milliarden Euro einzuspringen und dem Land ein umstrittenes Sparprogramm aufzuerlegen. Mittlerweile ist Irland zu den reichsten Ländern der Welt aufgestiegen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf liegt kaufkraftbereinigt bei rund 134.000 Internationalen Dollar. Nur Luxemburg und die Glücksspielmetropole Macau weisen mehr auf (siehe Grafik). Vor zehn Jahren war Irland lediglich die Nummer 16 weltweit mit nur 51.130 Int. Dollar BIP per capita.

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