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Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
Gegen einen Crash absichern? Besser nicht!
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Angesichts der Rekordniveaus an den Börsen werden viele Anleger zunehmend nervös, auch wenn Experten wie Gunter Deuber von der RBI im Interview mit GEWINN (nachzulesen hier) betonen, dass wir uns zwar in einer späten Phase eines Bullenmarkts befinden, dieser aber durchaus noch weiterlaufen kann. Wenn die Kurse bislang unerforschtes Terrain erreichen, fühlen sich viele einfach unwohl und möchten die angelaufenen Gewinne absichern, zum Beispiel mit entsprechenden Optionen. Doch ist das wirklich vernünftig? Die Antwort aus Sicht von Pascal Kielkopf, Kapitalmarktstratege vom Family Office HQ Trust, lautet: Nein. Er stützt sich dabei auf die Ergebnisse seiner Studie, bei der er untersucht hat, wie gut eine Absicherungsstrategie mit Optionen im Zeitraum von Ende 1999 bis April 2026 funktioniert hätte. Dabei hat er die Entwicklung von drei verschiedenen Portfolios verglichen. Im ersten Fall hat ein Buy-and-Hold-Investor einfach S&P-500-ETF-Anteile durchgehend gehalten. Im zweiten Fall wurden die S&P-500-ETFs mit Put-Optionen gegen einen Kursrückgang von mehr als zehn Prozent abgesichert. Und im dritten Fall hat der Investor seine Aktienquote reduziert und 70 Prozent US-Aktien mit 30 Prozent US-Staatsanleihen gemischt. Das Ergebnis ist laut Kielkopf eindeutig: „Eine Aktienabsicherung mit Optionen wirkt intuitiv richtig, lohnt sich langfristig aber meist nicht. Die laufenden Kosten drücken die Rendite, während der Schutz nur in wenigen Extremfällen von Vorteil ist.“


