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Geerbte Münzen: Was sind sie wert?
„Ab Franz Joseph oder älter kann man üblicherweise mit spürbar mehr rechnen als dem reinen Materialwert“, so Manfred Strotzka, Eigentümer des ­Wiener Münzensalons.
© Peter Schmidt

Münzsammlung verkaufen

Geerbte Münzen: Was sind sie wert?

So mancher kommt unverhofft in den Besitz einer Münzsammlung, sei es geschenkt oder vererbt. Wie findet man heraus, was die Münzen wert sind, und wo verkauft man sie am besten?

Von Susanne Kowatsch

03.02.2026
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Eines Tages hat man die Münzsammlung vom Opa oder von der Tante geerbt. Was tun, wenn die Begeisterung für Münzen nicht auf die jüngere Generation übergesprungen ist?

Mit Kunden wie diesen hat Manfred Strotzka, der seit Jahrzehnten den Wiener Münzensalon in der Wiener Innenstadt führt, häufiger zu tun: „Heute kommt vieles in großen Mengen zurück, aus Erbschaften oder Schenkungen. Die Jungen haben dann keinen Platz für die unzähligen Kassetten, Alben oder Schachteln. Die wollen die Münzen einfach loswerden und Geld dafür.“ Bei der Frage, wie viel sich aus dem Verkauf erlösen lässt, kommt es ganz darauf an: „Wenn wir von modernen Münzen sprechen, die Grenze liegt etwa bei 1970, ist alles in Riesenmengen da, mit wenigen Ausnahmen“, schildert Strotzka. Ein Beispiel dafür sind die silbernen 25- oder 50-Schilling-Münzen. „Daher liegt bei ihnen der Sammlerwert kaum über dem Materialwert. Dafür ist es umso erfreulicher, dass Gold aber auch Silber in letzter Zeit so stark an Wert zugelegt haben.“

Freilich heißt es umgekehrt nicht, dass alles vor 1970 rar ist: „Mitunter kommen Erben mit einem Sack voller abgenützter Kleinmünzen Kaiser Franz Josephs und meinen, es sei ein Vermögen wert. Das ist es leider nicht. Auch silberne Ein-Kronen-Münzen rund um 1900 werden nur zum Materialwert gehandelt, wenn sie nicht schön erhalten sind. Allerdings gibt es auch ein paar sehr seltene Jahrgänge, die im Bestfall einige Tausend Euro bringen können“, weiß Strotzka.

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