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Fachkräfte von morgen: Wer bildet aus?
Gabriela Dimitrova macht eine Lehre zur Einzelhandelskauffrau mit Schwerpunkt Feinkostfachverkauf bei Spar.
© wearegiving gmbh

Berufseinstieg: Lehre

Fachkräfte von morgen: Wer bildet aus?

Ob im Supermarkt oder auf der Baustelle – Lehre bedeutet heute weit mehr als nur Ausbildung. Sie verbindet Praxis, persönliche Entwicklung und echte Karrierechancen. Plus: 113 Unternehmen, die mehr als 7.100 Lehrlinge suchen.

Von Michaela Schellner

02.03.2026
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Gabriela Dimitrova beginnt ihren Arbeitstag um sechs Uhr früh in der Spar-Filiale im 22. Wiener Gemeindebezirk. Fünf volle Wagerl Brot und Gebäck warten auf die 21-Jährige. „Ich backe zuerst alles auf, ordne die Regale, mache sauber, helfe den Kollegen, und dann kommen schon die ersten Kunden“, erzählt sie. Gabriela macht die dreijährige Lehre im Einzelhandel mit Schwerpunkt Feinkostfachverkauf, die sie heuer abschließen wird. Zwei Jahre arbeitete sie intensiv in der Brot-, der Wurst-, der Käse- und der Fleischabteilung, 
im dritten Lehrjahr kamen Trockensortiment, der Obst-und-Gemüse-Bereich, Kassa und Büroarbeit dazu. 

Die Entscheidung für die Lehre traf sie bewusst: „Ich habe in der Schule bemerkt, dass mir das Praktische gefehlt hat und dann mit der Lehre begonnen. Ich wollte arbeiten und etwas bewirken. Und ich wollte auch lernen, wie man verkauft und wie man mit Menschen umgeht. Ich mag den direkten Kontakt“, so die gebürtige Bulgarin. 

Bei Spar – übrigens mit über 2.000 Lehrlingen und 20 verschiedenen Lehrberufen im Angebot der größte private österreichische Lehrlingsausbildner – fand sie genau diese Kombination aus Praxis und Ausbildung. Ein weiterer zentraler Faktor für ihre Entscheidung für Spar war die unternehmenseigene Berufsschule, die sie im dritten Lehrjahr an einem Tag pro Woche besucht. 1906 als Privatschule gegründet, feiert die Wiener Spar-Akademie heuer den 120. Geburtstag. Rund 360 Lehrlinge aus 34 Nationen werden hier mit klarem unternehmensspezifischem Fokus auf das zukünftige Arbeitsleben vorbereitet. „Wir lernen nicht irgendetwas Allgemeines, sondern genau das, was wir im Unternehmen brauchen. Unsere Lehrer kommen aus der Praxis und haben selbst in der Filiale gearbeitet“, schildert Gabriela. Ergänzt wird der im Lehrplan vorgesehene Schulstoff durch Zusatzmodule und Weiterbildungen, beispielsweise zum Fairtrade-Botschafter, zum Obst- und Gemüse-Juniorexperten, zum Green Champion oder durch interne E-Learnings. Auch Finanz- und Persönlichkeitsbildung sind Teil der Ausbildung. Gabriela: „Das motiviert total. Man merkt, dass man hier wirklich gefördert wird.“ Und wer sich engagiert, werde auch belohnt. So gibt es für gute Leistungen in Schule und Praxis etwa ein Tablet geschenkt, monatliche Prämien und die Bezahlung des Führerscheins.

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