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Vielfalt rechnet sich
Elke Srba-Gutsch war 2009 eine der ersten Lokführerinnen bei den ÖBB. Heute beträgt der Frauenanteil 17,4 Prozent.
© Pepo Schuster, austofocus.at

Diversity

Vielfalt rechnet sich

Fachkräftemangel, neue Kunden, mehr Innovation: warum immer mehr Unternehmen „Diversity“ nicht als Mode oder Sozialprojekt, sondern als Wettbewerbsfaktor sehen – und wie sie Vielfalt in der Praxis umsetzen.

Von Friedrich Ruhm

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30.06.2026
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Heute schaut niemand mehr komisch, wenn Elke Srba-Gutsch mit ihrem Zug in einen Bahnhof einfährt. Vor knapp 20 Jahren war das noch anders. „Die männlichen Kollegen waren anfangs schon überrascht, dass sie von einer Triebfahrzeugführerin abgelöst werden.“ Als eine der ersten Frauen hatte sie im November 2008 die Ausbildung bei den ÖBB begonnen, knapp ein Jahr später saß sie bereits selbst im Führerstand. Eigentlich wollte sie U-Bahn-Fahrerin bei den Wiener Linien werden. „Durch einen Freund hatte ich die Möglichkeit, am Zentralverschiebebahnhof Kledering mitzufahren. Da war es um mich geschehen.“ Die Begeisterung ist bis heute geblieben: „Die ÖBB suchten gerade neue Triebfahrzeugführer, also habe ich mich beworben. Das war die beste berufliche Entscheidung, die ich treffen konnte.“

Dass sie sich in der Männerdomäne Bahn behaupten konnte, lag auch an ihrer Vorgeschichte. Als gelernte Elektroinstallationstechnikerin war Srba-Gutsch den Umgang mit männlichen Kollegen gewohnt. „Ich hatte – bis auf einen Kollegen – nie das Gefühl, nicht hierherzugehören. Im Gegenteil, es wurde sehr positiv aufgenommen, dass mehr Frauen als Lokführerinnen zu den ÖBB stoßen.“

ÖBB wollen femininer werden 

Mittlerweile sind Frauen bei den ÖBB nicht nur im Führerstand selbstverständlich. Allein in den vergangenen fünf Jahren ist ihr Anteil im Gesamtkonzern von 14,2 auf 17,5 Prozent gestiegen. Bei den Lehrlingen erhöhte sich der Frauenanteil im selben Zeitraum von 19,9 auf knapp 23 Prozent. Und läuft alles nach Plan, soll dieser bis 2030 konzernweit auf 20,5 Prozent steigen, bei den Lehrlingen auf mindestens 29,1 Prozent. Erreicht werden soll das durch gezielte Neuaufnahmen, interne Weiterbildung und Karriereprogramme für Frauen.

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