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Interview mit Hartwig Löger
„Europa: viele Vorschriften statt erhoffter Vielfalt“
Krieg, Bomben und unendliche viele Tote – wie steuert man da eine Versicherung durch die Wirrnisse dieser Zeit? Im Ringturm beschreibt Hartwig Löger seine Sichtweise, seinen Führungsstil und seine Ziele im Interview mit GEWINN-Herausgeber Georg Wailand. Immerhin hat Hartwig Löger mit der Versicherungsgruppe erstmals einen Rekordgewinn von über einer Milliarde Euro erzielt.
GEWINN: Der russische Überfall auf die Ukraine, das Morden im Gazastreifen, dann auch Krieg im Iran und zahlreiche „Überfälle“ von Venezuela bis in den Libanon – ist das nicht eine Entwicklung, die den Chef eines Versicherungskonzerns nervös machen muss?
Löger: Für Versicherungen ist typisch, dass sie als langfristiger resilienter Stabilisator gelten. Sie haben auch in der Finanzkrise, anders als die Geldinstitute, keine Staatsgelder bekommen, um diese Situation durchstehen zu können. Die Versicherungen leisten auch einen wichtigen Beitrag, indem sie als bedeutender Investor bei den Staatsanleihen als Käufer aktiv sind. Gerade in Zeiten mit einer erhöhten Bedrohungslage sind solche langfristigen Modelle, wie sie die Versicherungen bieten, für die Erhaltung der Stabilität wichtig und wertvoll. Wir können durch unser Geschäftsmodell die Auswirkungen politischer Konflikte teilweise abfedern.
GEWINN: Entspricht dem auch die Internationalisierung der VIG?
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