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Konjunktur
Die Gretchenfrage zur künstlichen Intelligenz
Der AI Index Report der Stanford University dokumentiert eine Kluft zwischen der Einschätzung von Experten und der breiten Bevölkerung. Während Fachleute die technologischen Fortschritte überwiegend positiv bewerten, nimmt in der Gesellschaft die Skepsis zu. Besonders in den USA und unter jungen Menschen – jener Gruppe, die KI häufig nutzt. In Bezug auf die Art und Weise, wie Menschen in Zukunft ihre Jobs erledigen, sehen in den USA 73 Prozent der Experten positive Auswirkungen durch KI, aber nur 23 Prozent der Öffentlichkeit. Ähnlich das Bild, was die erwarteten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt betrifft: Fast zwei Drittel der erwachsenen Amerikaner glauben, dass KI die Anzahl an Jobs in den nächsten 20 Jahren reduzieren wird, bei den Experten glauben das nur 39 Prozent – und 19 Prozent glauben sogar, dass KI mehr Jobs schaffen wird (siehe Grafik).
Interessant auch die Detailergebnisse zu einzelnen Berufen: Es besteht ein starker Konsens hinsichtlich der Automatisierungsrisiken für Berufe wie Kassierer, Journalisten oder Softwareentwickler. Für Lkw-Fahrer, Lehrer, Juristen und Ärzte sieht die Öffentlichkeit indes wenig Risiken – KI-Experten aber sehr wohl. Übrigens: GEWINN-Leser sind optimistisch und sehen KI mehrheitlich als Chance (siehe Grafik).



