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Espresso vom Hörakustiker
Hörcafé-Franchisenehmer Stefan Marchl bei der Beratung einer Kundin in seinem Geschäft in Stainz.
© www.christianjungwirth.com

Franchise-Test: Hörcafé

Espresso vom Hörakustiker

Das Hörcafé ist kein Kaffeehaus, sondern ein Fachgeschäft für Hörgeräte. Dennoch wird das System seinem Namen gerecht: Man bietet Kunden Espresso und Co.

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07.04.2023
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Stefan Marchl war für eine Hörakustik-Kette tätig, als er beschloss, sich selbstständig zu machen. „Als Angestellter musste ich Vorgaben der Führungsetage einhalten, ich wollte aber selbstbestimmt agieren. Also habe ich beschlossen, ein eigenes Geschäft zu eröffnen“, so der Hörakustik-Meister, der daraufhin zu recherchieren begann und dabei auf das Hörcafé stieß. Bei einem Gespräch mit dem Franchisegeber überzeugte er sich vom System und ging 2021 als Partner an Bord.

Warten im Wohnzimmer

Seinen 60 Quadratmeter großen Standort eröffnete er in der steirischen Marktgemeinde Stainz. „Das war die beste Entscheidung, denn in Stainz und Umgebung gibt es weit und breit keinen Hörgeräteakustiker“, erzählt Marchl, der sein Geschäft wohnzimmergerecht einrichtete: Anstelle eines Beratungstisches gibt es einen höhenverstellbaren Esstisch, als Wartebereich dient eine Couch, auch wurde eine Wohnwand samt Fernseher miteingeplant. „So können wir mit Personen, die Probleme beim Fernsehen haben, überprüfen, ob die Hörgeräte-Einstellung passt“, sagt Marchl.

Sein Angebot umfasst Hörtests, die in einer schallisolierten Hörkabine durchgeführt werden, Hörgeräte und deren Servicierung sowie Gehörschutz für Industrie (etwa Straßenbau) und Freizeit (zum Beispiel fürs Schwimmen). Kommt beispielsweise ein Kunde mit einer Überweisung vom HNO-Arzt für ein Hörgerät ins Geschäft, wird eine Hörmessung durchgeführt und über die persönliche Lebenssituation in Alltag, Beruf und bei Hobbys gesprochen. „Hat der Kunde ein bis zwei Kontakte pro Tag, ist ein Kassengerät ausreichend. Ist er noch berufstätig und hat Meetings, wird ein leistungsstärkeres Gerät benötigt.“

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