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„Es gibt keine Institution, die  einfach Stopp sagen kann“
Robert Holzmann, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank
© GEWINN

Interview mit Robert Holzmann

„Es gibt keine Institution, die einfach Stopp sagen kann“

Es sind turbulente Zeiten, in denen wir leben, wer hätte etwa ­gedacht, dass wir plötzlich Krieg in der Ukraine haben – und zahllose Sanktionen gegen den Angreifer Russland. Das ist eine Herausforderung der besonderen Art.

Von Georg Wailand

31.05.2022
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GEWINN-Herausgeber Georg Wailand hat zu dieser dramatischen Situation Robert ­Holzmann befragt: Er ist nicht „nur“ Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, sondern auch ein langjähriger Kenner der internationalen Wirtschafts- und Währungssituation. In seiner ruhigen Art analysiert er die unruhige Zeit und mögliche Lösungen.

GEWINN: Kaum hatten wir das Ärgs­te bei Covid überstanden, überfiel Putins Russland die Ukraine – ein Nachbarschaftskrieg, der mit unglaublicher Brutalität losgebrochen ist. Wie konnte das passieren?

Holzmann: Es gibt keine Institution, die einfach Stopp sagen kann und es auch tut. So sehr wir uns alle das vermutlich wünschen würden. Aber so ist diese Welt nicht. Der Ukraine-Konflikt kann zu einer gefährlichen Spaltung der Welt führen, da kämpft die westliche mit der östlichen Hemisphäre um die Vorherrschaft. Natürlich ist dadurch die Globalisierung beeinträchtigt, und das wirkt wie eine Bremse für unsere wirtschaftlichen Ambitionen. Manche erinnern diese Vorgänge an den Dreißigjährigen Krieg, erste Bücher mit diesem Vergleich sind soeben erschienen. In jedem Fall handelt es sich heute um einen Konflikt, bei dem immer mehr Außenstehende miteinbezogen wurden, ob sie nun wollten oder nicht.

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