Hauptinhalt

Irankrieg und seine Folgen
„Erhöhtes Risiko für eine deutliche Korrektur am Aktienmarkt“
GEWINN auf Google als bevorzugte Quelle hinzufügen.
Der Irankrieg überschattet seit Wochen das wirtschaftliche Geschehen und die Entwicklung an den Rohstoff- und den Aktienmärkten. Laut Experten wie Gunter Deuber, Chefökonom bei Raiffeisen Research (RBI), hat der Konflikt ein Ausmaß und eine Dauer erreicht, die die ursprünglich optimistischen Prognosen für das Wirtschaftsjahr 2026 jetzt wieder deutlich dämpfen: „Wir sehen derzeit keine Chance mehr, dass wir in unser bisher angenommenes Szenario für das Jahr 2026 zurückkehren. Unser neu errechnetes, adverses Szenario geht von deutlich niedrigeren Wachstumsraten und höherer Inflation im Euroraum aus.“ Konkret haben die Ökonomen der RBI das angenommene reale Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 1,4 Prozent für das Jahr 2026 auf 0,5 Prozent für den Euroraum gesenkt. Im Jahr 2027 sehen die Experten in Europa ein BIP-Wachstum von einem Prozent, ein ebenfalls deutlicher Rückgang zu den bisher prognostizierten 1,9 Prozent. Ein starker Gegenwind für den eigentlich prognostizierten Konjunkturaufschwung in Europa.
Dennoch sei von keiner Umkehr des Konjunkturzyklus auszugehen, den Europa durch den Krieg in der Ukraine in den Jahren 2022 und 2023 erfahren hat. Im Vergleich mit diesem Zeitraum sehen die Experten einen geringeren Energiepreisanstieg und keinen neuerlichen Zinsschock oder Immobilienrezession. Dieser Umstand ist auch auf die begrenzte direkte Verbindung Europas zur Golfregion zurückzuführen. Für die Exportwirtschaft stellen jedoch durch den Konflikt geschwächte Handelspartner im asiatischen Raum, hier vor allem China, ein zusätzliches Risiko dar. Teile der europäischen Industrie sind hier in einer schwachen Position.


