Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

Porträt Gerd Kommer© Gerd Kommer Invest GmbH/Tanja Alde

Kommer spricht Klartext

Elf Tipps, um Ihr Portfolio richtig zu beurteilen

Wer bei der Evaluation seines Wertpapierdepots folgende Tipps beachtet, wird damit bessere Anlage­entscheidungen treffen.

Von Gerd Kommer und Tobias Jerschensky

19.05.2026
Exklusiv für GEWINN-Abonnenten
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

In diesem Beitrag formulieren wir elf simple Faustregeln, die einem Privatanleger bei der Evaluierung der Performance (Rendite und Risiko) seines passiv gemanagten Portfolios helfen sollen. Eine solche Evaluierung wird im Finanzjargon oft auch als Benchmarking bezeichnet, wenn dabei ein Vergleich mit einer Referenzgröße angestellt wird, z. B. mit einem Index (Marktrendite, Rendite einer Anlageklasse) oder mit einem anderen sachlogisch vergleichbaren Investment.
Auf aktiv gemanagte Portfolios treffen einige der folgenden Evaluierungs- und Benchmarking-Grundregeln nicht oder nur unter Hinzuziehung zusätzlicher Annahmen zu.

(1) Kurze Zeiträume sind zumeist nutzlos und oft irreführend

Zeiträume von weniger als drei bis vier Jahren sind nicht aussagekräftig, wenn man verlässliche, belastbare Schlussfolgerungen aus der beobachteten Depot-Performance (Rendite, Risiko) ziehen will. Bei Betrachtung kürzerer Zeiträume besteht die Gefahr, daraus für die Zukunft schädliche Schlussfolgerungen abzuleiten. Aus der Historie abgeleitete Urteile werden tendenziell umso verlässlicher, je länger die Datenserie ist, die man analysiert.

Die Rendite von börsennotierten und nicht börsennotierten Anlagen über kurze Zeiträume unter drei bis vier Jahren wird stark von statistischem „Rauschen“ beeinflusst. Das sind Einflussfaktoren, die oft Zufallscharakter haben oder jedenfalls außerhalb der Kontrolle des Depotinhabers oder seines Beraters liegen und ex ante nicht erwartet werden konnten. Weil das so ist, kann man aus Ergebnissen, die von statistischem Rauschen beeinflusst sind, wenig oder nichts für die Zukunft ableiten. Aus kurzen Datenreihen entscheidungsleitende Schlüsse abzuleiten, kann sogar regelrecht schädlich sein.

Weitere Artikel

RBI Zentrale Raiffeisen Bank International Exklusiv für GEWINN-Abonnenten

RBI und Co.: Austro-Konzerne auf Einkaufstour

Österreichs Wirtschaft hat einige Probleme, es gibt aber auch Good News: Finanzkonzerne haben einige...

Weiterlesen: RBI und Co.: Austro-Konzerne auf Einkaufstour
Bewickelter Stator eines Turbogenerators von Andritz

Mutige Investitionen unserer Unternehmen

Es finden sich derzeit bestimmt tausend Gründe, nicht am Standort Österreich zu investieren. Umso...

Weiterlesen: Mutige Investitionen unserer Unternehmen
Porträt René BenkoExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Was aus René Benkos Immobilienreich wurde

2023 legte René Benkos Signa die größte Pleite der heimischen Wirtschaftsgeschichte hin. Drei Jahre...

Weiterlesen: Was aus René Benkos Immobilienreich wurde