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Kommer spricht Klartext
Elf Tipps, um Ihr Portfolio richtig zu beurteilen
In diesem Beitrag formulieren wir elf simple Faustregeln, die einem Privatanleger bei der Evaluierung der Performance (Rendite und Risiko) seines passiv gemanagten Portfolios helfen sollen. Eine solche Evaluierung wird im Finanzjargon oft auch als Benchmarking bezeichnet, wenn dabei ein Vergleich mit einer Referenzgröße angestellt wird, z. B. mit einem Index (Marktrendite, Rendite einer Anlageklasse) oder mit einem anderen sachlogisch vergleichbaren Investment.
Auf aktiv gemanagte Portfolios treffen einige der folgenden Evaluierungs- und Benchmarking-Grundregeln nicht oder nur unter Hinzuziehung zusätzlicher Annahmen zu.
(1) Kurze Zeiträume sind zumeist nutzlos und oft irreführend
Zeiträume von weniger als drei bis vier Jahren sind nicht aussagekräftig, wenn man verlässliche, belastbare Schlussfolgerungen aus der beobachteten Depot-Performance (Rendite, Risiko) ziehen will. Bei Betrachtung kürzerer Zeiträume besteht die Gefahr, daraus für die Zukunft schädliche Schlussfolgerungen abzuleiten. Aus der Historie abgeleitete Urteile werden tendenziell umso verlässlicher, je länger die Datenserie ist, die man analysiert.
Die Rendite von börsennotierten und nicht börsennotierten Anlagen über kurze Zeiträume unter drei bis vier Jahren wird stark von statistischem „Rauschen“ beeinflusst. Das sind Einflussfaktoren, die oft Zufallscharakter haben oder jedenfalls außerhalb der Kontrolle des Depotinhabers oder seines Beraters liegen und ex ante nicht erwartet werden konnten. Weil das so ist, kann man aus Ergebnissen, die von statistischem Rauschen beeinflusst sind, wenig oder nichts für die Zukunft ableiten. Aus kurzen Datenreihen entscheidungsleitende Schlüsse abzuleiten, kann sogar regelrecht schädlich sein.
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