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Wein
Diversifikation im Gut Hardegg
Ebenso gehören 30 Hektar Rebfläche hier im nördlichen Weinviertel zum Gutsbesitz mit einer echt spannenden Sortimentsvielfalt, über die der Weingutsleiter Andreas Gruber wacht. Natürlich nimmt wie überall im Weinviertel der Grüne Veltliner mit mehr als 50 Prozent der Gesamtrebfläche die quantitative Sonderstellung ein. Allerdings schwärmt die Weinszene von einem „illegalen“ Nischenprodukt, einer Weißweinrarität von der Rhone. Die Sorte Viognier darf in Österreich nicht einmal am Etikett stehen, weil sie nicht im heimischen Qualitätsrebsortiment zugelassen ist. Darum ziert nur ein großes „V“ das Etikett, wobei die Weinfreaks sehr wohl wissen, was dahintersteckt.
Neuerdings sorgt ein Viognier-Sekt, der Brut Nature „V“, für Furore und kann ebenso wie die Große Reserve im barocken Hofkeller aus dem Jahr 1640 die optimalen Bedingungen zum Reifen vorfinden. Chardonnay und Pinot Noir finden bei Letzterem zu einem prickelnden Hefe-Frucht-Dialog zusammen. Doch damit noch lange nicht genug. Roter Veltliner beweist ebenso die Vorliebe zum cool Climate.
Auch Pinot Noir vermag Eleganz und Grandezza zu versprühen. Vor allem das Herzstück, die 14 Hektar große Ried Steinbügel, kann von der Herkunft im Glas erzählen.
Die jüngsten innovativen Produkte im Betrieb sind alkoholfrei und firmieren unter dem Namen Embrizzo. Entalkoholisierter Wein und Bio-Sparkling-Tea mit verschiedenen Kräutern und Blüten ergeben ein weißes bzw. rosarotes Premium-Traubengetränk, das sowohl als Aperitif als auch als kreativer Speisenbegleiter funktionstüchtig erscheint. Diversifikation never ends.



