Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

„Direkte Markteingriffe rächen sich oft“
„Wenn der digitale Euro kommt, bedeutet das für Verbraucher und Unter­nehmen mehr Wettbewerb und daher geringere ­Gebühren.“: Martin Kocher, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank
© Pepo Schuster, austrofocus.at

Interview mit Martin Kocher

„Direkte Markteingriffe rächen sich oft“

Es war ein intensiver Arbeitstag für Martin Kocher, den Ex-Arbeits- und -Wirtschaftsminister, in seiner neuen Rolle als Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank. Alles ist anders: Statt kühler Büroatmosphäre werkt Kocher nun in edler Umgebung. Der Marathonläufer im historischen Ambiente. Der Rahmen hat sich geändert, der Gesprächspartner aber nicht.

Von Georg Wailand

01.10.2025
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

Offen und konzentriert wie eh und je arbeitet er Frage um Frage quasi ab, es geht ihm um Inhalte, nicht um die üblichen Politphrasen. Das unterscheidet ihn im Gespräch mit GEWINN-Herausgeber Georg Wailand von seinen Politikkollegen. Er spricht schnell und präzise, seine wissenschaftliche Vergangenheit hat ihn so geprägt.

GEWINN: Die Metaller haben sich diesmal gleich bei der ersten Verhandlungsrunde geeinigt. Ist das ein Signal für den Zustand unserer Wirtschaft?

Kocher: Rasche Einigungen sind immer ein positives Zeichen für Dialog und Zusammenarbeit. Den Sozialpartnern kommt eine wichtige Rolle zu, denn ihre Lohnabschlüsse haben Einfluss auf die Preisentwicklung und die internationale Wettbewerbsfähigkeit. Österreich steht insgesamt vor der Aufgabe, die Rahmenbedingungen so zu verbessern, dass Wachstum gestärkt und die Inflation gesenkt wird. 

GEWINN: Haben Sie einen Tipp, wie das gehen kann?

Kocher: Wichtig sind strukturelle Verbesserungen. Die OeNB hat für 2026 eine Inflationsrate von 2,4 Prozent prognostiziert. Damit sind wir noch nicht auf dem EZB-Ziel von zwei Prozent, es geht also darum, diese Lücke zu schließen. Verhalten positiv stimmt mich, dass die Wachstumsprognose für 2026 bei 0,8 Prozent liegt, also wieder im positiven Bereich.

GEWINN: Wieso sind Sie optimistisch, dass 2026 die Inflation niedriger sein wird?

Weitere Artikel

Beunruhigende Entwicklung an der Börse

Normalerweise spiegelt die Gewinnentwicklung an der Börse jene der Realwirtschaft wider. Insofern...

Weiterlesen: Beunruhigende Entwicklung an der Börse
Foto Majorana-1-Chip von MicrosoftExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Was Anleger über Quantencomputing wissen sollten

Quantencomputing, bislang eher ein Thema für Theoretiker, gewinnt langsam auch in der Praxis an...

Weiterlesen: Was Anleger über Quantencomputing wissen sollten
geschockter Mann

Staatsdiener werden fürstlich belohnt

Beamter müsste man sein! Eine Analyse der Agenda Austria zeigt, dass Beamte mit über 82.000 Euro...

Weiterlesen: Staatsdiener werden fürstlich belohnt