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Interview
„Die beste Energie ist die, die man nicht verbraucht“
Erst Ende November 2025 war nach langer Pause eine neue Förderung für die thermische Sanierung gestartet. So konnte man sich z. B. bis zu 5.000 Euro für einen Fenstertausch oder 10.000 Euro für eine Senkung des Heizwärmebedarfs durch eine bessere Wärmedämmung holen. Doch bereits Anfang Februar stoppte der Bund den Sanierungsbonus von einem Tag auf den anderen.
GEWINN: Für alle, die eine Sanierung planten, aber noch keine Förderung beantragt hatten, kam das überraschend. Wurde die Baustoffbranche genauso überrascht?
Bursik: Ja, es gab keine Vorwarnung.
GEWINN: Für die beiden Förderschienen thermische Sanierung und Heizkesseltausch sind für heuer gemeinsam 360 Millionen Euro reserviert. Anfang Februar waren davon 220 Millionen Euro weg. Warum wird mit dem restlichen Geld nur mehr der Heizungstausch gefördert?
Bursik: Bis Februar sind zwei Drittel der Fördermittel für die thermische Sanierung beantragt worden und nur ein Drittel für den Heizkesseltausch. Die Sorge des Umweltministeriums war offenbar, dass zu wenig Geld für den Kesseltausch bleibt und der Fördertopf zu schnell leer ist. Dass ein Fördertopf vorzeitig leer werden kann, ist jedoch nichts Neues.
GEWINN: Das Argument der Regierung pro Kesseltausch und kontra thermische Sanierung war, dass eine neue Heizung mehr CO₂ spart. Ist das für Sie nachvollziehbar?
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