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„Die Aktienmärkte in Europa sind immer noch sehr günstig“
„Die erwarteten Zinsreduktionen würden die Aktienmärkte auf jeden Fall unterstützen, auch wenn letztes Jahr davon schon ziemlich viel vorweggenommen wurde.“ Uta Pock, Chefanalystin der Volksbank Wien
© Volksbank Wien/Das Portrait/Sigrid Johns, Bildbearbeitung: GEWINN

Interview mit Uta Pock

„Die Aktienmärkte in Europa sind immer noch sehr günstig“

Uta Pock, Chefanalystin der Volksbank Wien, erwartet für 2024 ein freundliches Umfeld für Aktien, wobei im ­Vorjahr aus ihrer Sicht schon vieles an ­Kurspotenzial antizipiert worden ist.

Von Martin Mayer

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30.01.2024

GEWINN: Die Wirtschaft ist in Österreich und Deutschland im Jahr 2023 geschrumpft. Auch global gesehen geriet der Konjunkturmotor im Vorjahr ordentlich ins Stottern. Kommt heuer die erhoffte Erholung?

Pock: Ja, im deutschsprachigen Raum ist man im letzten Jahr aufgrund nachlassender Nachfrage in eine Rezession gerutscht. Das heißt, wir sehen hier einen gewissen Aufholbedarf. Es zeigt sich aktuell zum Beispiel, dass die Einkaufsmanagerindizes zumindest nicht mehr fallen und es bei den Auftragseingängen Bodenbildung gibt. Auch die Einkommen werden an die Inflation des letzten Jahres angepasst und somit vermutlich stärker steigen als die Preise in diesem Jahr, wodurch die Kaufkraft gesteigert würde. Damit könnten wir allein schon ausgehend von einer Konsumerholung in Europa im Laufe dieses Jahres eine Beschleunigung des Wirtschaftswachstums ­erwarten. Dazu kommt noch die Perspektive, dass auch die kurzfristigen Zinsen fallen könnten ­– die langfris­tigen Zinsen sind ja schon seit dem Herbst 2023 zurückgegangen.

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