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Essen
Der Tagesbar-Boom
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Die Bar Valberg in der Seilergasse in der Wiener Innenstadt wurde heuer im Frühjahr eröffnet. Sie ist ein sogenanntes Day-Drinking-Lokal, also eine Tagesbar, in der man schon ab 14 Uhr ein Glas Champagner oder einen Cocktail trinken kann. Überdies kommen aus der Küche feine Happen, etwa drei Arten von Beef Tatar, einmal klassisch, einmal Asia (mit Hoisinsauce und Wasabi) und einmal Spicy (richtig scharf). Wer es noch edler haben will, kann sich auch über ein direkt vor dem Gast zubereitetes Wagyu-Beef in Streifen hermachen.
Feine Köstlichkeiten
Bars, in denen man auch gut essen kann, sind in Wien längst keine Seltenheit mehr. Laufend kommen neue hinzu. So eröffnete im Vorjahr, ebenfalls in der Wiener Innenstadt, die Bar Lido in der Landskrongasse. Eine Aperitivo-Bar, in der seit heuer auch Cicchetti, Tramezzini, Tiramisu und kleine Gerichte wie Scampi in Saor serviert werden. Cicchetti sind übrigens kleine belegte Brötchen, wie sie in Venedig in vielen Bars als traditioneller Tagesimbiss zu einem Glas Wein angeboten werden.
Ganz neu und erst seit Sommer offen ist auf diesem Gebiet das i Mulini in der Josefstädter Straße. Eigentlich ein Café, aber auch eine Aperitivo-Tagesbar mit kleinen Köstlichkeiten, wie man sie außerhalb Italiens nur selten bekommt. Und dafür ist Giorgio Di Fusco verantwortlich, er stammt aus Neapel und lebt seit Jahren in Wien. Sein Schwiegervater, Robert Wimmer, ist der zweite Betreiber, ein Wiener, der lange in Positano lebte und in vornehmen Häusern in Italien, Frankreich und Florida arbeitete. Die beiden wollten die ganz spezielle Stimmung der Piazza dei Mulini im Zentrum von Positano nach Wien bringen. Und das gelingt ihnen bestens, Giorgio Di Fuscos verschiedenste Bruschetta-Varianten sind mehr als köstlich, und dem Mann gehen die Ideen offenbar nicht aus.
Bruschette, belegt etwa mit Stracciatella, Prosciutto und Pecorino oder mit Artischockencreme und Pecorino sowie mit Brokkoli-Pesto, Schinken und getrockneten Tomaten, bekommt man in ganz Wien nicht. Dazu diverse Spritz-Kreationen.
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Aperitivo-Bar La Paninoteca in der Kaiserstraße im siebenten Bezirk. Ein gastronomisches Juwel nach römischer Art. Hier werden frisch zubereitete Panini mit hochwertiger italienischer Feinkost von ausgewählten, kleinen Produzenten gefüllt. Dazu gibt es üppige Antipasti- und Aufschnittplatten mit Prosciutto und Käse. Geführt wird die sympathische Bar von den beiden jungen Freunden Florian Schimik und Christoph Schachner. Die Bar bietet exzellente Cocktails – darunter eine große Auswahl an Negroni-Variationen und kreativen Eigenkreationen wie Basilikum-Spritzern. Das Lokal ist eher klein und intim mit wenigen Tischen und einem schicken Schanigarten. Insgesamt noch eher ein Geheimtipp.


