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Chancen bei Anleihen 2026
Anleihen sollten in ­keinem gut diversifi­zierten Portfolio fehlen.
© peshkov – GettyImages.com

Anleiheninvestments

Chancen bei Anleihen 2026

Während viele wie gebannt nur auf die Aktienmärkte starren, bieten Anleihen heuer vielfältige Möglichkeiten für interessante Renditen oder als Gegengewicht im Fall einer möglichen Korrektur bei den Aktienkursen.

Von Martin Mayer

06.01.2026
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Das Jahr 2022 blieb vielen Anlegern besonders negativ in Erinnerung, da sowohl der breite Aktienmarkt als auch langfristige Staatsanleihen von Emittenten mit guter Bonität das erste Mal seit dem Jahr 1969 gleichzeitig deutliche Verluste verzeichneten. Das führte laut dem Finanzportal Alpha Architect an den US-Märkten dazu, dass 2022 ein klassisches gemischtes Portfolio mit 60 Prozent Aktien (S&P 500) und 40 Prozent lang laufenden US-Staatsanleihen einen Verlust von 20,3 Prozent machte und somit den schlimmsten Rückgang seit 1937 erleiden musste.

Die als „sicher“ geltenden Staatsanleihen konnten ihrer Funktion als stabilisierender Faktor im Depot nicht gerecht werden. Das war umso enttäuschender, als viele Anleger in den Jahren davor diese Anleihen trotz meist negativer Renditen gehalten hatten, nur um im Fall eines Aktienmarktcrashs von der Stabilität dieser Investments zu profitieren. Auch Unternehmensanleihen boten nur geringe Aufschläge für das erhöhte Risiko, womit aus Sicht vieler Marktteilnehmer klassische Zinsstrategien bzw. gemischte Portfolios als überholt galten.

Chart: Die Renditen von Staatsanleihen pendeln sich auf höherem Niveau ein
Die Phase der extrem niedrigen bzw. sogar negativen Renditen bei Staatsanleihen ist seit dem starken Zinsanstieg in den Jahren 2022 und 2023 vorbei und sollte laut Experten in absehbarer Zeit auch nicht zurückkommen.

Die Märkte normalisieren sich

Doch das hat sich in der Zwischenzeit grundlegend geändert: Die Inflationswelle der Jahre 2021 bis 2023 zwang die Zentralbanken weltweit zu deutlichen Zinserhöhungen. 

Als in weiterer Folge die Inflation in den meisten Regionen weitestgehend wieder abgekühlt war, gingen die Notenbanken wieder zu Zinssenkungen über. Diese führten aber nicht mehr zu den ultraniedrigen Zinssätzen der Vorjahre zurück, sondern die Zinsen pendelten sich auf höheren Niveaus ein. Experten sahen darin eine Normalisierung der Zins- und Geldpolitik, die auch Anleihen als Investment wieder attraktiver machte.

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