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Börsenausblick 2026
Selten war es so schwer abschätzbar, welchen Weg die Aktienmärkte im nächsten Jahr einschlagen könnten, wie heuer.
© Markus Murlasits

Aktienmärkte

Börsenausblick 2026

Seit September 2022 geht es an den Börsen – mit temporären Unterbrechungen – bergauf. Wie lange kann das noch so weitergehen? Und wo gibt es weiterhin Potenzial? GEWINN zeigt die wahrscheinlichsten Szenarien für das kommende 
Börsenjahr auf und stellt chancenreiche Aktien vor.

Von Franz Gschiegl und Martin Mayer

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03.12.2025
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Für Investoren an den Weltbörsen neigt sich ein zwar wiederum sehr volatiles, aber durchaus neuerlich recht positives Jahr dem Ende zu. Wer das ganze Jahr hindurch mutig sein Portfolio durchgehalten hat, konnte heuer kaum etwas falsch machen, weisen doch nahezu alle Aktienmärkte sogar ein zweistelliges Plus auf. 

Und heuer wird die internationale Performanceliste eindeutig von Aktienmärkten wie Spanien, Tschechien und Griechenland angeführt, aber auch die Wiener Börse befindet sich unter den Aktienmärkten mit den stärksten Zugewinnen. Die Wall Street als weltgrößter Aktienumschlagplatz konnte das Tempo der Vorjahre nicht mehr ganz beibehalten, zudem gab der US-Dollar gegenüber dem Euro deutlich nach.

Spitzengewinne bei Edelmetallen 

Der große „Überraschungssieger“ war bislang jedenfalls der Edelmetallmarkt mit sensationellen Höhenflügen: Der Goldpreis legte um 55 Prozent zu, Silber sogar um über 80 Prozent. Bei den Krypto-Assets, die für ihre Kurseskapaden bekannt sind, gab es im bisherigen Jahresverlauf hingegen sogar ein Minus.

Unter den relevanten Aktienmärkten weltweit konnte sich zu Redaktionsschluss der südkoreanische Markt mit 70 Prozent am stärksten steigern. Dafür waren vor allem der Höhenflug vieler Technologieaktien und ein wirtschaftsfreundliches Programm der Regierung verantwortlich. So konnte sich der Kurs von SK Hynix, einem der weltgrößten Halbleiterhersteller, mehr als verdreifachen. 

Die Aktienmärkte in Griechenland, in Spanien und in Polen legten um jeweils mehr als 30 Prozent zu. Dahinter reiht sich dann schon die heimische Börse mit einer Wertsteigerung von rund 30 Prozent ein. Zu den Starperformern in Wien seit Jahresbeginn zählen Frequentis (plus 148 Prozent), AT&S (plus 128 Prozent) sowie Voestalpine (plus 90 Prozent) und Strabag (plus 85 Prozent). Der deutsche Markt legte gemessen am DAX-Kursindex um rund 14 Prozent zu, unter den DAX-Werten ragten Rheinmetall (plus 208 Prozent), Commerzbank (plus 121 Prozent) und Deutsche Bank (plus 112 Prozent) hervor. Aktuell die einzige Börse mit einem Minus auf Sicht des laufenden Jahres ist Kopenhagen mit einem Rückgang um 29 Prozent. Hauptverantwortlich dafür ist der Kurseinbruch des Pharmawerts und Indexschwergewichts Novo Nordisk, dessen Geschäft mit Abnehmspritzen nicht mehr so rund läuft.

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