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Besser nur auf die zehn größten Aktien setzen?
Die bekannten US-Börsenschwergewichte haben in den vergangenen zehn Jahren ein regelrechtes „Kursfeuerwerk“ gezündet.
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Besser nur auf die zehn größten Aktien setzen?

Auch wenn in der jüngeren Vergangenheit die größten Unternehmen an der Börse die Nase vorne hatten – langfristig wäre man damit im Vergleich zum breiten Markt schlechter gefahren, wie eine ­aktuelle Studie zeigt. 

Von Martin Maier

22.11.2023
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„Big is beautiful“ – so lautete in den vergangenen zehn Jahren das Motto an der Börse. In diesem Zeitraum konnten die weltweit zehn größten Unternehmen deutlich höhere Erträge liefern als der breite Aktiengesamtmarkt. So konnten etwa die Kurse des aktuell wertvollsten börsennotierten Unternehmens weltweit, Apple, in den vergangenen zehn Jahren über 900 Prozent zulegen. Dagegen brachten es die 500 Unternehmen im US-Aktienindex S&P 500 im selben Zeitraum auf „nur“ 143 Prozent. Auch die aktuelle Nummer zwei im Ranking der größten Börsenunternehmen, Microsoft, konnte an der Börse seit 2013 um über 880 Prozent zulegen. Der „Überflieger“ Nvidia schaffte im selben Zeitraum sogar unvorstellbare 12.200 Prozent – der Aktienkurs des Hard- und Softwarekonzerns konnte sich von rund vier auf zuletzt 480 US-Dollar mehr als verhundertzwanzigfachen!

Die Aktienkurse dieser Börsengiganten sind sogar so stark gestiegen, dass ihre Gewichtung im Nasdaq-100-Index beschnitten werden musste, weil sie ansonsten den Index zu stark dominiert hätten (GEWINN berichtete).

Angesichts dieser Entwicklung stellt sich vielen die Frage, ob es nicht sinnvoller wäre, einfach die zehn größten Unternehmen am Aktienmarkt zu kaufen, statt breit zu streuen. Doch eine aktuelle Studie des deutschen Vermögensverwalters HQ Trust kommt zum Schluss: Langfristig ist eine Investition in den breiten Markt ertragreicher.

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