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Bausparen ist wieder hip
Regelmäßiges Ansparen mit Bausparen ist derzeit so beliebt wie schon lange nicht.
© Nirunya Juntoomma - GettyImages.com

Geld-Tipp

Bausparen ist wieder hip

Von Susanne Kowatsch und Michael Kordovsky

30.03.2023

Trotz der aktuell hohen Inflation boomt das altbewährte Bausparen, selbst bei überschaubaren Zinsen. Im Jänner und Februar des heurigen Jahres erhöhte sich die Zahl der Neuverträge um 75 Prozent (bzw. um 107.000 Verträge) gegenüber Jänner und Feb­ruar 2022. Aktuell wird es „als sicheres Produkt in unsicheren Zeiten“ gesehen, erklärt Christian Reingruber, Vorsitzender des Bausparkassenverbands Österreich (BVO).

Was bringen die Bausparverträge, die man aktuell abschließen kann? Im ersten Jahr sind oft drei Prozent Startzinsen (etwa bei s Bausparkasse oder Wüstenrot) oder gar 3,25 Prozent (klassisches Bausparen der Raiffeisen Bausparkasse) drin. Nach dieser Fixzinsperiode bewegt sich der Zinssatz dann variabel in einer bestimmten Bandbreite, bei der Raiffeisen Bausparkasse zwischen 0,75 und vier Prozent p. a., womit man dort unterm Strich – inklusive Bausparprämie, ­abzüglich Kontoführung – auf einen effektiven Jahreszinssatz zwischen 1,1 und 4,9 Prozent vor KESt kommt. Wie hoch dieser genau ausfallen wird, wird der zugrundeliegende Zwölf-Monate-Euribor (abzüglich 1,25 Prozentpunkte) entscheiden.

Was bieten im Vergleich dazu Banken? Die wirklich gut verzinsten Festgeldprodukte fordern einen Einmalerlag. Wer dagegen wie die meis­ten Bausparkunden sein Geld laufend ansparen möchte, kann – in der Hoffnung, dass es bald noch weiter bergauf geht –zu einem täglich fälligen Sparprodukt greifen. Bestbieterinnen beim täglich fälligen Geld sind aktuell die Renault Bank direkt sowie die Santander Consumer Bank mit je 1,6 Prozent p. a. Oder man wählt einen Sparplan. Altbekannt ist jener der ­Denizbank, bei dem man monatlich bis jährlich Geld ansparen kann, dafür werden aktuell auf sechs Jahre fix 1,8 Prozent p. a. versprochen (Deniz-Sparplan, fixe Verzinsung online).

Mehr bietet der Topzins Sparplan auf sieben Jahre der Raiffeisen Oberösterreich, der ab 100 Euro monatlich mit durchschnittlich 3,55 Prozent p. a. Rendite abwirft. Achtung: Hier handelt es sich aber technisch um eine bis 2030 laufende Nullkuponanleihe (ISIN: AT0000A32Y88), kein Sparkonto. Die Angebotsfrist läuft voraussichtlich noch bis 28. April.

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