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Bäckereien mit Küche
Das Ströck-Feierabend zählt zu den Pionieren der Bäckerei-Restaurant-Kombination.
© Lukas Lorenz

Essen

Bäckereien mit Küche

Gute Bäckereien gibt es viele. Manche haben aber auch noch neben Backwaren diverse Snacks oder sogar eine richtig gute Küche. Darunter findet sich auch der eine oder andere Geheimtipp.

Von Gabriel Gantenbein

03.02.2026
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Die Bäckerei Mayer im 18. Bezirk Wiens ist ein kleines Juwel. Genau genommen ist sie ein charmantes Café mit Garten und dazu noch eine Mischung aus Bäckerei und Konditorei. Was aber wirklich überrascht: Hier wird auch noch gut gekocht.

Das liegt nicht zuletzt an den Personen, die hier im Mittelpunkt stehen: Eigentümer Walter Mayer ist ein begnadeter Konditormeister und Jakob Kaineder ein talentierter Koch, der früher im ehemaligen und legendären Restaurant Freyenstein ganz in der Nähe einige Hauben erkochte.

Und Jakob Kaineder ist es auch, der die Gäste (viele davon sind Stammgäste aus der Umgebung) von Montag bis Freitag einerseits mit Frühstücksspezialitäten bis 11.30 Uhr und ab Mittag dann mit Gerichten wie Kohlrabischaumsuppe mit Bröselknödel und Erbsen oder Quiche Lorraine mit grünem Salat und Sauerrahm versorgt. All das in hervorragender Qualität und mit laufend wechselnder Speisekarte.

Samstag und Sonntag ist dann der Konditormeister Mayer dran, der von der Früh bis zum späten Nachmittag für frisches warmes Gebäck, Strudel, Golatschen und Croissants direkt aus dem Ofen sorgt. Ein Glücksfall, wenn man so eine „Bäckerei“ in der Nähe hat, die als Geheimtipp gehandelt wird.

Auch die Bäckerei Ährlich in der Wasagasse im neunten Bezirk ist mehr als nur ein Backwarenproduzent. Auch hier stehen noch zusätzlich diverse Snacks im Angebot. Dafür werden ­viele Produkte aus einer eigenen Landwirtschaft im Innviertel verarbeitet, aber auch Produkte von ausgesuchten regionalen Lieferanten. Und so isst man hier ein tatsächliches „Bauernhof-Frühstück“ mitten in der Großstadt mit all den Köstlichkeiten aus eigener Produktion oder einfach nur eine ­Portion Rohschinken vom Innviertler Wollschwein. Auch das Roastbeef mit Paradeiser und karamellisierten Zwiebeln geht hier wie geschnitten Brot.

Tablett mit Snacks von der Bäckerei Ährlich
Die Bäckerei Ährlich hat zahlreiche hochwertige Snacks im Angebot. © Ährlich GmbH
Teller mit Frühstück bei Joseph Brot
Joseph Brot serviert neben seinen Backwaren auch kleinere Gerichte und Frühstück. © Joseph Brot/Foto Atelier Wolkersdorfer

Ein Franzose tischt im Dritten auf

Ganz neu ist die französische Bäckerei Paul im dritten Bezirk direkt beim Hundertwasserhaus. Sie ist die erste österreichische Filiale einer französischen Bäckereikette mit 800 Geschäften in über 50 Ländern. Im Angebot: französisches Brot, Croissants, Pain au chocolat, Brioche sowie süße Tartes, Eclairs und kleine Gerichte wie Quiches und Croque-Monsieur. Insgesamt eine Mischung aus Boulangerie und Bistro, über die sich vor allem die Tausenden Besucher des Hundertwasserhauses freuen dürften.

Zu den Pionieren der Kombination aus Bäckerei und Restaurant zählen in Wien vor allem zwei prominente Backwarenketten: Ströck mit zwei Filialen unter der Bezeichnung Ströck-Feierabend und Joseph Brot mit ebenfalls zwei Bistro-Bäckereien.

Weil das erste Ströck-Feierabend-Bistro in der Landstraßer Hauptstraße im dritten Bezirk schon vor Jahren von Beginn an ein Erfolg war, eröffnete man danach auch in der Burggasse im siebenten Bezirk eine weitere Filiale dieser Art. Das Konzept dabei: Zu den Backwaren von Ströck wird auch noch eine überraschend reichhaltige Auswahl an Snacks angeboten – mit vielen Eiergerichten (wie Eierspeis mit Bio-Austernpilzen) mit Bioeiern. Überdies stehen Rindsgulasch, Bio-Sacher­würstel und Kaiserschmarren auf der Karte. Auch die Getränkekarte ist für eine Bäckerei bemerkenswert reichhaltig, darunter diverse Säfte, Tees und Bioweine.

Josef Weghaupt, Kopf und Inhaber der mittlerweile allseits bekannten ­Joseph-Brot-Kette, eröffnete schon 2011 in der Naglergasse im ersten Bezirk seinen ersten schicken Brotshop und löste damit eine kleine Revolution in der heimischen Backwarenszene aus. Jahre später eröffnete er in der Landstraßer Hauptstraße dann das erste Hybrid-Backwaren-Bistro, in dem man nicht nur Brot und Semmeln kaufen, sondern auch wie in einem Restaurant essen konnte. Und das bis heute. Hinzugekommen ist im Laufe der Zeit noch eine Bistro-Filiale in der Führichgasse 6 im ersten Bezirk. ­Weghaupt setzt in beiden Lokalitäten auf Snackgerichte wie Eggs Florentine, türkische Eier (mit Focaccia), Omelette mit Shiitake-Pilzen und Feta und ­„Croque Marianne“ mit Beinschinken und Bergkäse. Fazit zu all diesen Beispielen: Auch so geht Bäckerei, wenn man nur gute Ideen hat.

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