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Portrait Wailand© Peter Schmidt

Dr. Georg Wailands Börsentipps

Atempause durch Zoll-„Gnadenfrist“

Dann geht das Beben an den Börsen möglicherweise weiter. Wichtig ist es in so einem Umfeld, nicht in Panik zu verfallen, sondern eine ruhige Hand zu behalten.

Von Georg Wailand

15.04.2025
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Wie sich die Märkte entwickeln

Herumfuhrwerken hat zunächst den Börsen einen brutalen Schock versetzt, der Kurssturz war massiv und verstörend. Kaum dass die ärgsten Drohungen zurückgenommen wurden, schnellten die Kurse wieder hoch. Wer z. B. gestern mit seinen Aktien einen Rückschlag um zehn Prozent erlebte, konnte heute zuschauen, wie der Kurs wieder um fünf Prozent aufgeholte. In manchen Fällen war nur die tolle Performance seit Jahresanfang futsch, aber die Unsicherheit bleibt.

Erst posaunte der US-Präsident fröhlich: „Jetzt muss man kaufen“, Insider-like ermöglichte er seinen Milliardärsfreunden Gewinne von mehreren Hundert Millionen Dollar bis hin zu 800 Millionen in einem konkreten Fall, bis er aber schließlich selbst in die Knie gezwungen wurde. Die Pensionsfonds weltweit mieden plötzlich US-Staatsanleihen. Das war eine gefährliche Warnung, denn die USA sind das am höchsten verschuldete Land. Schwächeln diese Staatspapiere, wird die Verschuldung immer teurer.

Auch der US-Dollar war plötzlich nicht mehr das, was er immer war: Statt ein Hort der Werthaltigkeit zu sein, rutschte der Kurs ab, sogar der Euro war im Vergleich dazu stark. Vorbildlich gehalten hat sich in diesem Szenario wieder einmal der Franken in der Schweiz.

Die Börsen erholten sich von dem Trump-Schrecken beachtlich schnell. Was zeigt: Die Wirtschaft funktioniert weltweit, Gefahr droht nur von offensichtlich überforderten Politikern und einer geopolitischen Zuspitzung der Konflikte. Ein klares Signal war auch die Entwicklung des Goldpreises: Je volatiler die Aktienkurse hin und her sprangen, desto unbeirrter kletterte der Goldpreis weiter.

In nächster Zeit wird die Unsicherheit Dauergast an den Börsen sein, es werden sich Abstürze und Kurssprünge abwechseln, das Grundvertrauen in die Politik jedenfalls ist verloren gegangen. Was tun? Wichtig ist, nicht in Panik zu verfallen, sondern eine ruhige Hand zu behalten. Anteile an erstklassigen Firmen bleiben werthaltig, der Zoll-Aktionismus von Donald Trump wird immer wieder an Mauern stoßen (siehe US-Staatsanleihen), langfristige Strategien werden sich letztlich lohnen.

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