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Konjunktur

2024: Das größte Wahljahr der Geschichte

Von Hans-Jörg Bruckberger

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26.03.2024
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Foto einer Weltkarte, eingefärbt je nach Wahlen
Mehr als 3,6 Milliarden Menschen sind heuer zur Wahl aufgerufen, darunter auch 447 Millionen EU-Bürger und 333 Millionen US-Amerikaner.

2024 ist kein Jahr wie jedes andere. Mehr als 60 Länder veranstalten Wahlen, das betrifft rund 3,6 Milliarden Menschen – beinahe die Hälfte der Weltbevölkerung. Die bedeutendste Wahl ist jene in den USA. Wie weitreichend deren Auswirkungen sein könnten, haben Ökonomen des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) errechnet. Eine neuerliche Wahl Donald Trumps zum US-Präsidenten könnte das Wachstum der deutschen Wirtschaft demnach spürbar bremsen. Die Ökonomen haben in einer Modellrechnung durchgespielt, dass Trump Anfang nächsten Jahres die US-Zölle auf alle US-Einfuhren auf zehn Prozent erhöht und auf Einfuhren aus China sogar auf 60 Prozent anhebt – Drohungen, die vom Trump-Lager bereits in Aussicht gestellt worden seien. Dies würde den Welthandel bremsen und damit auch den Export von Waren „made in Germany“. Der BIP-Verlust in Deutschland würde sich über die ­gesamte Amtszeit Trumps gerechnet voraussichtlich auf mehr als 120 Milliarden Euro belaufen. Für den Fall, dass sich China gegen diese Handelspolitik der USA wehrt und die Zölle für US-Importe seinerseits um 40 Prozentpunkte erhöht, würde das die deutsche Wirtschaft der Studie zufolge sogar 150 Milliarden Euro kosten. In beiden Szenarien würde das Niveau des realen US-BIP in den ersten Jahren etwa um ein bis 1,4 Prozent geringer ausfallen als im Fall ohne Zollstreit. Dies sei zum Teil auf einen angenommenen vorübergehenden Vertrauensschock zurückzuführen, der sich vor allem auf die privaten Investitionen und den privaten Verbrauch auswirke. Darüber hinaus dürfte eine höhere Inflation die Ausgaben der ­Verbraucher bremsen.

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