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Zwischen Rekordhoch und Zinspoker
Der Goldpreis hat heuer schon eine wilde Achterbahnfahrt erlebt und einen geringen Teil der Zuwächse der Vorjahre wieder verloren. Die Meinungen zum weiteren Verlauf gehen auseinander.
© Nadzeya Haroshka – GettyImages.com

Goldmarkt 2026

Zwischen Rekordhoch und Zinspoker

Der Goldpreis hat ein Jahr der Extreme hinter sich. GEWINN beschreibt die Hintergründe und zeigt mögliche Szenarien für die Zukunft auf.

Von Martin Mayer

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11.08.2026
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Der Start ins heurige Jahr verlief für Gold-Investoren ja durchaus erfreulich. Nach sensationellen Kurssteigerungen (in Euro berechnet) von 35,6 Prozent im Jahr 2024 und plus 44,9 Prozent im Jahr 2025 ging es zu Beginn des aktuellen Jahres in ähnlicher Tonart weiter, und der Goldpreis kletterte auf den internationalen Märkten von rund 4.300 auf Rekordhöhen von fast 5.400 US-Dollar je Feinunze (siehe Grafik).

Chart Goldpreis unter Rekorhoch
Seit dem Höhepunkt im Februar hat der Goldpreis ­wieder kräftig nachgegeben. Wie es weitergeht, hängt stark vom US-Dollar und von der Zinsentwicklung ab.

Auf die Euphorie folgte die Ernüchterung: So verzeichnete der Goldpreis im zweiten Quartal 2026 das schwächste Quartal seit dem Jahr 2013; allein im Juni hat der Preis um rund elf Prozent nachgegeben und ist zeitweise sogar unter die Marke von 4.000 US-Dollar gerutscht. Ausgelöst wurde der Rückgang, wie Mirko Kohlbrecher, Vermögensbetreuer bei Spiekermann & Co, in einem Gastbeitrag für „Das Investment“ schreibt, „vor allem durch eine restriktivere Auslegung der US-Geldpolitik, steigende Realzinsen und einen festeren US-Dollar" – eine für einen zinslosen Vermögenswert wie Gold denkbar ungünstige Gemengelage, weil kurz laufende Staatsanleihen dadurch relativ attraktiver werden und Käufe außerhalb der USA teurer.

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