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Kommer spricht Klartext
Der Portfolio-Geheimtipp: Long-Short-Strategien mit Rohstoffen
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Diversifikation ist bekanntlich der einzige Free Lunch beim Investieren bzw. der einzige grundsätzliche Vorteil, der nicht mit einem Nachteil erkauft werden muss. Der Diversifikationsnutzen zwischen zwei Portfoliokomponenten A und B ist umso größer, je niedriger die Korrelation der Renditen von A und B ist, je geringer also der Grad der Parallelentwicklung ihrer Renditen über einen langen Zeitraum hinweg ist.
Aus dieser essenziellen Investmenteinsicht lässt sich ableiten, dass ein rationaler Anleger ein Interesse daran haben müsste, Vermögenswerte in sein Portfolio zu integrieren, die relativ zur wichtigsten Anlageklasse, nämlich globalen Aktieninvestments, eine niedrige Korrelation aufweisen und zugleich selbst eine hinreichend hohe erwartete Rendite haben. Mit einer hinreichend hohen erwarteten Rendite ist aber nicht zwingend eine Rendite gemeint, die ebenso hoch ist wie diejenige von Aktien. In der Praxis reicht eine erwartete Rendite oberhalb der Geldmarktrendite. „Erwartete Rendite“ bedeutet die auf der Basis einer fachlich korrekten Methode geschätzte Zukunftsrendite einer Anlageklasse. Eine vereinfachende Annahme für die erwartete Rendite einer Anlageklasse ist die historische Durchschnittsrendite aus den letzten 30 bis 50 Jahren.
Gerd Kommer ist selbstständiger Vermögensverwalter in München und einer der renommiertesten Finanzbuchautoren im deutschsprachigen Raum.
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