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Start-up

Zweites Leben für Putzmittel und Maschinen

Von Michaela Schellner

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03.02.2026
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Alexander Schlager und Roman Hörantner
Alexander Schlager (li.) und Roman Hörantner (re.) wollen mit ihrem Start-up zur Wiederverwendung von Reinigungsprodukten animieren.© CleanLoop/bazzoka

„Wir schenken Reinigungschemie und Maschinen ein zweites Leben. Das ist ökologisch sinnvoll und ökonomisch klug“, bringt Roman Hörantner seine Geschäftsidee auf den Punkt. Der Gründer des Salzburger Start-ups Cleanloop (cleanloop.at) hat sich damit einem ebenso einfachen wie wirtschaftlich attraktiven Prinzip verschrieben: wiederverwenden statt wegwerfen. „Für viele Geräte in Hotellerie, Gastronomie oder Industrie benötigt es spezielle Reinigungsmittel, die bei einem Gerätetausch meist über Jahre ungenützt in den Lagern zurückbleiben oder aber entsorgt werden, obwohl sie noch verwendbar wären“, erklärt Hörantner weiter. Er selbst kennt diese Praktik von seiner jahrzehntelangen Tätigkeit in der Reinigungsbranche. Um das zu ändern, hat der 45-Jährige im Vorjahr eine kostenlose App entwickelt, die als digitaler Marktplatz für gebrauchte, aber funktionstüchtige gewerbliche Reinigungsmaschinen und ungenutzte Reinigungsmittel dient. Zielgruppe sind Betriebe und Jungunternehmen, die beim Kauf von Preisvorteilen von 50 bis 70 Prozent gegenüber Neuware profitieren und beim Verkauf Platz schaffen und gleichzeitig Einnahmen generieren. Das Geschäftsmodell ist bewusst einfach gehalten und finanziert sich über Werbeeinschaltungen. Die Verkaufsanzeigen selbst sind aktuell kostenlos, auch an den Transaktionen verdient Cleanloop nicht mit. 

Derzeit nutzen bereits zahlreiche Betriebe aus Hotellerie und Gastronomie die Plattform. Der Umsatz liegt bisher im fünfstelligen Eurobereich. In den kommenden Monaten soll das Angebot auf Bereiche wie Gebäudereinigung oder Hausbetreuung ausgedehnt werden. 

Mit seiner Idee hat Hörantner gleich zu Beginn auch einen prominenten Investor überzeugt. Es handelt sich um FC-Red-Bull-Salzburg-Goalie Alexander Schlager, den der Gründer über Schlagers Schwester und Schwager, Betreiber eines Hygienehandels, kennenlernte. Schlager hält 38 Prozent an Cleanloop und erklärt zu seiner Beteiligung: „Mir liegt sehr viel am Erhalt unserer Umwelt. Ich bin zu 100 Prozent vom Reuse-Gedanken überzeugt und möchte einen Beitrag leisten.“ Ziel der beiden ist es, ein Umdenken in Richtung Kreislaufwirtschaft zu bewirken. Langfristig will Cleanloop Reuse im Reinigungsbereich als selbstverständliche Alternative zur Neuanschaffung verankern und Marktführer für Reinigungsprodukte aus zweiter Hand werden.

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