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Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
Wird der US-Dollar heuer wieder aufwerten?
Anleger, die einen wesentlichen Teil ihres Geldes an den US-Märkten investiert haben, mussten im Vorjahr schmerzhaft erfahren, dass der US-Dollar in Relation zum Euro über zwölf Prozent an Wert verloren hat – die stärkste Dollarabwertung seit 1973.
Ob auf diesen Abschwung jetzt eine Gegenbewegung folgt, darüber gehen die Meinungen weit auseinander: Aus Sicht namhafter Häuser spricht einiges dafür, dass der US-Dollar auch heuer weiterhin schwach bleiben sollte. So hält man etwa bei J.P. Morgan Asset Management den US-Dollar seit geraumer Zeit für überbewertet: „Obwohl der Greenback im Jahr 2025 deutlich gefallen ist, sind wir der Meinung, dass er handelsgewichtet immer noch um etwa zehn Prozent überbewertet ist.“ Bei Schroders ist man der Meinung, dass „der US-Dollar auch die Unterstützung durch die Zinsen verliert und zunehmend durch die untragbare Anhäufung von Zwillingsdefiziten – Haushalts- und Leistungsbilanzdefizit – beeinträchtigt wird“. Auch bei Amundi erwartet man für heuer einen weiterhin schwachen US-Dollar, weil die Fundamentaldaten nicht stark genug sind, um den aktuellen Abwertungstrend umzudrehen. Andere wiederum gehen davon aus, dass alle diese genannten Faktoren bereits im aktuellen Wechselkurs enthalten sind und der US-Dollar heuer wieder aufholen kann.
Was bedeutet das für Anleger? Auf keinen Fall sollte man allzu große Wetten auf einen steigenden oder fallenden Dollar abschließen, weil aus heutiger Sicht beides möglich ist.


