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Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
Weltuntergang durch KI? Nicht an der Börse …
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In den vergangenen Monaten sorgten eindringliche Warnungen von führenden Köpfen der KI-Branche vor den Gefahren, die von künstlicher Intelligenz ausgehen, immer wieder für Aufregung. Dario Amodei, Mitgründer und CEO von Anthropic (Claude), etwa forderte in einem Blogbeitrag Mitte September dazu auf, die Geschwindigkeit der Entwicklung von KI-Modellen zu drosseln, weil man sonst die Kontrolle verlieren könne. Sogar Rivalen wie Elon Musk (SpaceX bzw. xAI) oder Sam Altman (OpenAI) stimmten ihm zu. Der ehemalige Anthropic-Mitarbeiter Jacob Coxon warnte sogar vor der realen Gefahr, dass KI die gesamte Menschheit auslöschen könnte, wie es der Science-Fiction-Film „Terminator“ bereits 1984 thematisierte.
An den Börsen wurden diese Warnungen offenbar nicht sonderlich ernst genommen, sondern eher als Marketing oder als Ablenkungsmanöver interpretiert. Die Aktienkurse von KI-Profiteuren wie etwa Nvidia haben darunter jedenfalls nicht gelitten und von sehr hohen Niveaus aus noch weiter zugelegt. Und laut jüngsten Meldungen sollen die Sicherheitswarnungen von Anthropic-Chef Amodei ihn nicht daran hindern, den geplanten Börsengang seines KI-Unternehmens weiter voranzutreiben. Wie es scheint, werden an der Börse die Chancen, die künstliche Intelligenz bieten kann, eher gesehen als die möglichen Risiken. Denn diese Technologie wird bereits von 89 Prozent der befragten Unternehmen in irgendeiner Form eingesetzt, wie eine aktuelle Studie von McKinsey zeigt.


