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Porträt Gerd Kommer© Gerd Kommer Invest GmbH/Tanja Alde

Kommer spricht Klartext

Warum Finanzprognosen Anlegern mehr schaden als nutzen

Aktives Investment-Management scheitert letztlich daran, dass die zugrunde liegenden Prognosen zu häufig falsch sind.

Von Gerd Kommer und Cornelia Kees

20.01.2026
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Man muss inzwischen nicht mehr beweisen, dass aktives Investment-Management bei Kapitalmarktanlagen konsistent schlechtere Langfristrenditen als passives, breit diversifiziertes Buy-and-Hold-Anlegen produziert. Seit den 1960er-Jahren wurde die Überlegenheit passiver Strategien in unzähligen Studien von Wissenschaftlern immer wieder neu empirisch bestätigt.

Auch eine aktuelle Studie verdeutlicht das Desaster des Aktiv-Investierens anhand der Ergebnisse jener aktiv gemanagten Aktienfonds, die in der Europäischen Union zum Vertrieb an Privatanleger zugelassen sind, wie die Zahlen in den Tabellen zeigen.

In Anbetracht der für aktives Fondsmanagement deprimierenden Ergebnisse könnte ein Anleger einwenden: „Mag ja sein, aber ich investiere einfach in einen Fonds aus der kleinen Minderheit aktiver Fonds, die ihre passive Benchmark schlägt.“ Diese naheliegende Überlegung hilft uns gleichwohl in der Praxis nicht weiter. Der Grund: Die Minderheit jener Fonds, die ihren Markt in einem gewissen Zeitraum schlagen, lässt sich ex ante nicht zuverlässig genug identifizieren. Und zwar deswegen nicht, weil die Zusammensetzung dieser zumeist kleinen Gruppe von Zeitfenster zu Zeitfenster wechselt. 

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