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Porträt Gerd Kommer© Gerd Kommer Invest GmbH/Tanja Alde

Kommer spricht Klartext

Von reich zu arm geschieht öfter, als man denkt

Warum viele reiche Familien über Generationen hinweg wieder verarmen und wie man das verhindern kann.

Von Gerd Kommer und Felix Grossmann

21.04.2026
Exklusiv für GEWINN-Abonnenten
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Das Buch „The Missing Billionaires: A Guide to Better Financial Decisions“ der beiden amerikanischen Vermögensverwalter Victor Haghani und James White enthält eine faszinierende Kalkulation zum Thema „Reiche werden viel öfter wieder arm, als wir glauben“. Wir geben diese Berechnung nachfolgend in leicht modifizierter Form wieder.

Im Jahr 1900 lebten in den USA rund 4.000 Personen mit einem Vermögen von einer Million Dollar oder mehr. Mangels genauerer Daten nehmen die beiden Autoren vereinfachend an, dass ein Viertel dieser 4.000, also etwa 1.000 Personen oder Haushalte, ein Vermögen von mindestens fünf Millionen Dollar besaß. 

Diese fünf Millionen US-Dollar aus dem Jahr 1900 wären zum Zeitpunkt der Berechnung im Jahr 2022 in etwa 180 Millionen Dollar wert gewesen, wenn man die durchschnittliche US-Inflationsrate beachtet. Wenn man die fünf Millionen von 1900 hingegen um das Wachstum der amerikanischen Volkswirtschaft (und damit in etwa das Wachstum der US-Haushaltseinkommen) inflationiert, hätte der Wert 122 Jahre später rund sechs Milliarden betragen. Der korrekte Wert nach Beachtung der Inflation liegt wohl irgendwo dazwischen.

Auf diese 1.000 Personen – etwas über 0,001 Prozent der damaligen US-Bevölkerung von 78 Millionen – konzentrieren wir uns. Wir nennen diese Reichtumselite in Anlehnung an das Buch von Haghani und White „vermisste Milliardäre“. Warum wir von vermissten Milliardären sprechen, wird sogleich klar werden.

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