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Stromverbrauch: Schnappen Sie sich den SNAP!
Größere Stromfresser wie das Elektroauto sollten von April bis September am besten zwischen zehn und 16 Uhr geladen werden – das senkt seit Neuestem die Stromrechnung!
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GEWINN-Tipp der Woche

Stromverbrauch: Schnappen Sie sich den SNAP!

Der neue SNAP (steht für Sommer-Nieder-Arbeitspreis) hilft, Geld zu sparen, wenn man ab April zwischen zehn und 16 Uhr Strom verbraucht. Richtig vorbereitet, zahlt man so um 20 Prozent weniger Arbeitspreis der Netzentgelte.

Von Susanne Kowatsch

21.04.2026
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Während die Preise für Benzin und Diesel im Zuge des Irankonflikts deutlich gestiegen sind, gibt’s zumindest beim Strom Erfreuliches zu berichten. Seit Kurzem sieht die Tarifverordnung der E-Control vor, dass heimische Haushalte und kleine Betriebe vom 1. April bis 30. September zwischen zehn und 16 Uhr dank SNAP um 20 Prozent weniger an Arbeitspreis der Netzentgelte für Strom bezahlen müssen als üblicherweise in ihrem Tarif. Denn in diesem Zeitfenster wird vor allem dank des Ausbaus der Photovoltaik besonders viel Strom produziert, Ergebnis ist oft ein Überschuss im heimischen Netz.

Smart Meter ist Voraussetzung

Voraussetzung, um vom SNAP profitieren zu können, ist allerdings, dass der Haushalt bereits über einen „intelligenten“ Stromzähler, also einen Smart Meter verfügt und man diesem eine Ablesung der Verbrauchsdaten im Viertelstundenintervall erlaubt hat. 

Ob die entsprechende Einstellung am Zähler passt, weiß Ihr Netzbetreiber. Meist kann man dazu einfach im Kundenportal seines Netzbetreibers (z. B. Wiener Netze, Energienetze Steiermark etc.) einsteigen und nachsehen, ob die Auslesung von Viertelstundenwerten bereits angehakt ist. Wenn nicht, kann sie üblicherweise selbst mit Häkchen aktiviert werden. Geht es nicht über das Kundenportal selbst, stellt man einen Antrag an den Netzbetreiber für ein sogenanntes „Opt-in“ für den Smart Meter. Ab dann profitiert man automatisch vom günstigeren Arbeitspreis.

Um möglichst viel Stromverbrauch rund um die Mittagsstunden zu legen, ist es heutzutage auch gar nicht unbedingt nötig, zu Hause zu sein. Modernere Geschirrspüler, Waschmaschinen oder Wäschetrockner lassen sich vorprogrammieren, Warmwasserboiler können etwa per Schaltuhr so eingestellt werden, dass sie über Mittag aufheizen. Auch größere Stromverbraucher wie Klimaanlagen oder das E-Auto sollten bevorzugt während der Sonnenscheindauer genützt bzw. geladen werden.

Wie viel kann man sich ersparen?

Wie viel man sich tatsächlich spart, wird auf den Stromverbrauch ankommen sowie darauf, wie gut es einem gelingt, Strom im „Sonnenfenster“ zu verbrauchen. Der Arbeitspreis als Teil des Netznutzungsentgelts ist jedenfalls der größte Posten der Netzkosten insgesamt. 

Dennoch wird die Ersparnis voraussichtlich überschaubar bleiben, wie ein Beispiel einer dreiköpfigen Durchschnittsfamilie in Wien zeigt: Betragen bei einem günstigeren Stromtarif die Energiekosten alleine für ein Jahr laut E-Control-Tarifkalkulator rund 631 Euro, machen Netzkosten inklusive Abgaben und Umsatzsteuer noch etwas mehr, nämlich 637 Euro aus, davon beträgt der Arbeitspreis 330 Euro. Wenn man die Hälfte des Jahres hiervon 20 Prozent weniger zahlt, hätte man sich 33 Euro erspart.

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