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Vom Frittierfett zum Biodiesel
Ewald-Marco Münzer steht in zweiter Genera­tion an der Spitze des Familienbetriebs, der sich in 35 Jahren Geschichte vom Entsorger zum Energielieferanten weiterentwickelt hat.
© Ernst Kainerstorfer

Porträt: Ewald-Marco Münzer, Münzer Bioindustrie

Vom Frittierfett zum Biodiesel

Das steirische Unternehmen Münzer Bioindustrie erzeugt aus Abfall erneuerbare Energie und trägt damit den Gedanken der Kreislaufwirtschaft bis nach Indien, Kenia und Bangladesch. An der Spitze der 368 Millionen Euro Umsatz starken Gruppe stehen die Brüder Ewald-Marco und Michael Münzer.

Von Michaela Schellner

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28.04.2026
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Am Wiener Ölhafen Lobau herrscht reges Treiben. Im Minutentakt wird gebrauchtes Speiseöl aus Gastronomie, Hotellerie, Lebensmittelbetrieben und Privathaushalten von Dutzenden Lkw und Zügen über Straße und Schiene angeliefert. Aus dem wertvollen Rohstoff erzeugt das 1991 gegründete steirische Familienunternehmen Münzer Bioindustrie Biokraftstoff. Wer hier allerdings „Frittierduft“ in der Luft erwartet, wird überrascht sein. Am 41.500 Quadratmeter großen Areal, auf dem Münzer die größte heimische Biodieselproduktions- und die größte Fettaufbereitungsanlage Zentraleuropas betreibt, geht es nämlich annähernd geruchslos zu. „Jährlich stellen wir alleine hier 140.000 Tonnen Biodiesel her“, erzählt Geschäftsführer und Eigentümer Ewald-Marco Münzer beim GEWINN-Lokalaugenschein stolz und ergänzt, dass die Anlage praktisch durchgehend läuft – 24 Stunden am Tag, 330 Tage im Jahr.

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