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Marktausblick zweites Halbjahr 2026
Turbulent, aber chancenreich
Das erste Halbjahr 2026 war für Anleger von volatilen und spannenden Phasen geprägt. Nach dem sehr guten Börsenjahr 2025 wurde wie zumeist die positive Stimmung auch ins neue Jahr hineingezogen. Der Schwung hielt aber nicht allzu lange an, wie die Entwicklung der wichtigsten Indizes zeigt. Mit den Turbulenzen im Iran, im arabischen Raum und im Nahen Osten und mit dem damit verbundenen Energiepreisschock mussten die Weltbörsen im März kräftig Terrain abgeben (siehe Grafik unten). Blättert man in den Annalen der Börsenhistorie, ist ein schwacher März aber keine Seltenheit.
Handeln die Märkte irrational?
Trotz der wachsenden Ängste hielten sich Rückschläge in Anbetracht der zeitweise dramatischen weltpolitischen Ereignisse mit Indexeinbußen von etwa zehn bis fünfzehn Prozent in Grenzen und mündeten bislang nicht in der befürchteten massiven Trendwende an den Börsen. Ab Ende März setzte dann doch die erhoffte Erholung ein, die Kurse kletterten neuerlich nach oben. Die wichtigsten Aktienmärkte zeigen daher seit Jahresbeginn wieder ein deutliches Plus von im Durchschnitt etwa sieben Prozent.
„Die Frage, die ich in letzter Zeit am häufigsten gestellt bekommen habe, ist, ob die Märkte angesichts des schwierigen geopolitischen Umfelds irrational agieren. Doch ich glaube, die gute Entwicklung ist gerechtfertigt. Denn dieses politische Chaos führt zu zwei Arten von Ausgaben: Einerseits sehen sich weltweit Regierungen dazu veranlasst, die Staatsausgaben auszuweiten. So wurden etwa in den USA großzügige Steuersenkungen durchgeführt, während man etwa in Europa mehr in Infrastruktur und die Verteidigungsfähigkeiten investiert. Gleichzeitig kündigen die US-Technologiegiganten immer größere Investitionen in den Ausbau ihrer Datenzentren an“, erklärt Karen Ward, EMEA-Chefstrategin von J.P. Morgan Asset Management, bei der diesjährigen Medienkonferenz der Fondsgesellschaft in London.
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