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Turbulent, aber chancenreich
Das bisherige Börsenjahr war geprägt von geopolitischen Ereignissen wie etwa dem Angriff der USA und Israels auf den Iran.
© APA-Images/AFP/US NAVY

Marktausblick zweites Halbjahr 2026

Turbulent, aber chancenreich

Das erste Halbjahr an den Aktienmärkten war von geopolitischen Turbulenzen geprägt. Auch im Rest des Jahres dürfte es kaum ruhiger zugehen, was aber auch Chancen eröffnet.

Von Franz Gschiegl und Martin Mayer

02.06.2026
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Das erste Halbjahr 2026 war für Anleger von volatilen und spannenden Phasen geprägt. Nach dem sehr guten Börsenjahr 2025 wurde wie zumeist die positive Stimmung auch ins neue Jahr hineingezogen. Der Schwung hielt aber nicht allzu lange an, wie die Entwicklung der wichtigsten Indizes zeigt. Mit den Turbulenzen im Iran, im arabischen Raum und im Nahen Osten und mit dem damit verbundenen Energiepreisschock mussten die Weltbörsen im März kräftig Terrain abgeben (siehe Grafik unten). Blättert man in den Annalen der Börsenhistorie, ist ein schwacher März aber keine Seltenheit.

Handeln die Märkte irrational?

Trotz der wachsenden Ängste hielten sich Rückschläge in Anbetracht der zeitweise dramatischen weltpolitischen Ereignisse mit Indexeinbußen von etwa zehn bis fünfzehn Prozent in Grenzen und mündeten bislang nicht in der befürchteten massiven Trendwende an den Börsen. Ab Ende März setzte dann doch die erhoffte Erholung ein, die Kurse kletterten neuerlich nach oben. Die wichtigsten Aktienmärkte zeigen daher seit Jahresbeginn wieder ein deutliches Plus von im Durchschnitt etwa sieben Prozent.

„Die Frage, die ich in letzter Zeit am häufigsten gestellt bekommen habe, ist, ob die Märkte angesichts des schwierigen geopolitischen Umfelds irrational agieren. Doch ich glaube, die gute Entwicklung ist gerechtfertigt. Denn dieses politische Chaos führt zu zwei Arten von Ausgaben: Einerseits sehen sich weltweit Regierungen dazu veranlasst, die Staatsausgaben auszuweiten. So wurden etwa in den USA großzügige Steuersenkungen durchgeführt, während man etwa in Europa mehr in Infrastruktur und die Verteidigungsfähigkeiten investiert. Gleichzeitig kündigen die US-Technologiegiganten immer größere Investitionen in den Ausbau ihrer Datenzentren an“, erklärt Karen Ward, EMEA-Chefstrategin von J.P. Morgan Asset Management, bei der diesjährigen Medienkonferenz der Fondsgesellschaft in London.

Chart: Börsen legen trotz geopolitischen Chaos zu
Die bisherige Entwicklung an den Aktienmärkten war angesichts des schwierigen geopolitischen Umfelds überraschend positiv, wobei sich insbesondere die Börse in Südkorea positiv abhebt.

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