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Konjunktur

Spektakuläre Teuerung

Von Hans-Jörg Bruckberger

04.11.2022
Pfeil und Lebensmittel
Historisch hohe Inflationsraten bereiten immer mehr Menschen Sorgen. © wildpixel - GettyImages.com

Europa. Österreicher müssen für ihre Einkäufe immer tiefer in die Tasche greifen. So sind die Verbraucherpreise im September mit 10,5 Prozent im ­Jahresvergleich so stark gestiegen wie seit 1952 nicht mehr. Insgesamt zahlen Österreicher heute um fast 24 Prozent mehr für ihre Konsumgüter als im Durchschnitt des Jahres 2015. Noch stärker sind im gleichen Zeitraum ­allerdings die Erzeugerpreise für den Inlandsmarkt gestiegen, wie eine Auswertung der Agenda Austria zeigt: ­Erzeugerpreise sind jene Preise, die Unternehmen für die von ihnen bezogenen Rohstoffe und Erzeugnisse zu bezahlen haben. Sie waren im September um fast 50 Prozent höher als im Durchschnitt des Jahres 2015.

Dass alles relativ ist, zeigen Daten aus anderen Ländern: In Ungarn wurde bei der Inflation im September die Marke von 20 Prozent geknackt, in der Türkei sogar 83,45 Prozent erreicht. Damit lag die Teuerungsrate in der ­Türkei ist so hoch wie seit fast einem Vierteljahrhundert nicht mehr. Die Zentralbank reagierte unkonventionell mit einer überraschenden Zinssenkung, was wiederum der Landeswährung einen erneuten Schlag versetzte.

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