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Souverän durch die KI-Transformation
Wem gehört die KI? Und wem gehören meine Daten? Fragen, die für Unternehmen immer mehr zur Chefsache werden.
© Jacob Wackerhausen – GettyImages.com, Vdant85 – GettyImages.com, Lemon_tm – GettyImages.com, Bildbearbeitung: GEWINN

Digitale Souveränität

Souverän durch die KI-Transformation

Künstliche Intelligenz verändert Geschäftspro­zesse grundlegend. Für Unternehmen wird die Beantwortung der Frage, wer die Kontrolle über Daten, Systeme und Infrastruktur hat, somit zur Voraussetzung für Handlungsfreiheit und Wettbewerbsfähigkeit.

31.03.2026
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In vielen Unternehmen ist es bereits Alltag, dass künstliche Intelligenz bei Recherchen unterstützt, E-Mails formuliert oder Marketingstrategien entwirft. Doch KI übernimmt immer häufiger auch komplexere Aufgaben: Sie beantwortet Kundenanfragen, analysiert große Datenmengen und optimiert Produktions- und Lieferketten.

Der nächste Entwicklungsschritt wird oft unter dem Begriff „Agentic AI“ zusammengefasst, also KI-Systeme, die nicht nur Vorschläge liefern, sondern eigenständig Aufgaben übernehmen, Prozesse steuern und Entscheidungen vorbereiten.

Damit greift KI immer tiefer in zentrale Geschäftsprozesse ein – von der Produktion und der Logistik bis hin zu Energieversorgung und Kundenkommunikation. Je stärker diese Systeme operative Entscheidungen beeinflussen, desto wichtiger wird ­eine Frage, die lange als rein technisches Detail galt: Wer kontrolliert die zugrunde liegenden Daten und Sys­teme eigentlich?

Datenhoheit wird entscheidend

Was zunächst wie eine IT-Diskussion klingt, entwickelt sich zunehmend zu einer strategischen Managementfrage. Themen wie Serverstandorte, Datenarchitekturen oder Verschlüsselung waren früher vor allem Aufgabe der IT-Abteilung. Durch Cloud-Dienste, KI-Anwendungen und global vernetzte Geschäftsmodelle sind sie jedoch zu einem betriebswirtschaftlichen Risikofaktor geworden.

Denn der Cloud-Markt wird heute von wenigen globalen Anbietern, den sogenannten Hyperscalern wie Amazon, Google oder Microsoft, dominiert. Ihre Infrastruktur ermöglicht enorme Skalierung und Innovationsgeschwindigkeit. 
Gleichzeitig entsteht jedoch ein neues Risiko: Wer seine Daten und KI-Modelle vollständig in geschlossenen Plattformen betreibt, begibt sich potenziell in strategische Abhängigkeiten.

Das kann problematisch werden, wenn sich regulatorische Vorgaben ändern, Sicherheitsanforderungen steigen oder Geschäftsmodelle angepasst werden müssen. Hinzu kommen geopolitische Entwicklungen der letzten Jahre, die ­gezeigt haben, wie sensibel digitale Infrastruktur geworden ist. Auch rechtliche Rahmenbedingungen spielen ­eine Rolle: So haben internationale Behörden unter bestimmten Umständen die Möglichkeit, selbst auf sensible ­Daten zuzugreifen.

„Europa-tauglich“ als Alternative

Für Unternehmen wird es daher immer wichtiger, zu wissen, wo ihre Daten liegen, welchem Recht sie unterliegen und wer darauf zugreifen kann. Datenschutz, regulatorische Anforderungen und Cyberresilienz rücken stärker in den Fokus – und damit auch die Frage nach geeigneten Cloud-Infrastrukturen.

Rechenzentrum von Cloudanbieter Exoscale, Logo
Exoscale ist ein Cloud-Anbieter, der von Haus aus „Europa-tauglich“ ist und europäische Datenschutzstandards erfüllt.© A1 Telekom Austria/APA-Fotoservice/Rastegar
Landkarte Europa, rote Markierung, wo Daten von A1 bei Exoscale gespeichert sind
Daten, die bei Exoscale von A1 gespeichert sind, werden ausschließlich in europäischen Rechenzentren verarbeitet.© A1 Telekom Austria

Europäische Anbieter versuchen, diese Lücke zu schließen. Ein Beispiel ist Exoscale von A1. Die Infrastruktur von Exoscale erfüllt vollständig europäische Datenschutzstandards. Daten werden ausschließlich in europäischen Rechenzentren verarbeitet, darunter auch in Österreich. „Mit Exoscale bietet A1 Unternehmen Zugang zu einer vollständig europäischen Cloud, die höchste Sicherheitsstandards mit voller Datenhoheit verbindet“, erklärt Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender von A1 Österreich, und ergänzt: „Auf diese Weise nehmen wir die Komplexität aus dem Thema Souveränität heraus. Unternehmen bekommen mit Exoscale einen rechtssicheren und transparenten Rahmen, der von Haus aus ‚Europa-tauglich‘ ist. Sie können sich auf ihr Kerngeschäft konzentrieren, weil sie wissen, dass das digitale Fundament stabil ist und alle europäischen Spielregeln einhält.“

Interview mit Martin Resel, stv. Vorstandsvorsitzender A1 Österreich

„Digitale Souveränität ist eine Frage unternehmerischer Freiheit“

Nach den Chatbots ist immer häufiger von „Agentic AI“ die Rede, also von KI-Systemen, die eigenständig Aufgaben übernehmen. Was kommt da auf uns zu?

Resel: Bisher war KI oft ein digitaler Assistent, der Texte entwirft oder Daten sortiert. Mit Agentic AI gehen wir einen entscheidenden Schritt weiter: Diese Systeme beginnen, eigenständig Prozesse zu steuern und komplexe Entscheidungen vorzubereiten. Das ist eine enorme Chance, Produktivität und wirtschaftlichen Nutzen zu steigern. Gleichzeitig wächst aber auch die Verantwortung, und es stellt sich die zentrale Frage: Wie gelingt der produktive Einsatz von KI, ohne das Herzstück eines Unternehmens – seine Daten und Prozesse – in fremde Hände zu geben?

Das heißt, das Thema KI sollte „Chefsache“ sein.

Resel: Wir reden über Systeme, die in Echtzeit über Produktion, Logistik oder Kundenbeziehungen ent­scheiden. Wenn man hier die Kontrolle über die Daten oder die 
KI-Modelle verliert, gibt man faktisch das Lenkrad aus der Hand. Digitale Souveränität ist keine technische Frage, sondern eine Frage unternehmerischer Freiheit – vergleichbar 
mit der Hoheit über die eigenen Finanzen.

Wo liegen die größten Risiken bei der digitalen Selbstbestimmung?

Resel: Wenn Ihre Daten und Ihre gesamte Geschäftslogik ausschließlich in geschlossenen Systemen liegen, verlieren Sie Stück für Stück die Kontrolle. Das wird spätestens dann zum Problem, wenn sich regulatorische Regeln ändern oder Sie Ihre Strategie kurzfristig anpassen müssen. Echte Souveränität bedeutet, dass ich genau weiß, wo meine Daten liegen und wie die KI-Modelle arbeiten. Nur mit dieser Transparenz bleiben Sie als Unternehmer beweglich und können auf Marktveränderungen reagieren, statt nur die Vorgaben der Plattformbetreiber abzuarbeiten. 

Dennoch setzen viele auf die Power globaler Hyperscaler. Muss man sich entscheiden?

Resel: Es geht nicht um ein dogmatisches „Entweder-oder“. Ein wirtschaftlich vernünftiger Weg ist die sogenannte Hybrid Cloud. Sensible Daten und kritische Prozesse werden in einer souveränen Umgebung gespeichert, in der man selbst die Regeln bestimmt. Für große Rechenpower oder spezialisierte KI-Tools nutzt man die Hyperscaler hingegen dort, wo sie den größten Mehrwert bieten.

Welche Rolle will A1 dabei übernehmen?

Resel: Mit Exoscale bietet A1 Unternehmen eine Infrastruktur, die zu 100 Prozent mit europäischen Datenschutzstandards konform ist. Das heißt, Unternehmen behalten ihre Datenhoheit und erfüllen regulatorische Anforderungen, ohne auf moderne Cloud- und KI-Funktionalitäten zu verzichten. Für viele Branchen – von der Industrie über den Energiesektor bis hin zum öffentlichen Sektor – wird das immer mehr ein entscheidender Wettbewerbsvorteil.

Digital souverän in der Praxis

Wie wichtig dieser Aspekt in der ­Praxis ist, zeigt das österreichische Unternehmen hpc DUAL. Mit seiner Plattform „BriefButler“ digitalisiert das Unternehmen seit vielen Jahren die Briefzustellung und kombiniert dabei digitale und physische Kommunikation in einem einzigen Prozess. Über 130 Millionen Zustellungen wurden bereits abgewickelt, rund 85 Prozent der österreichischen Verwaltungen nutzen die Lösung.

Foto Josef Schneider, hpc Dual

Josef Schneider. CEO und Co-Founder hpc Dual:
Die nächsten fünf Jahre werden mehr verändern als die letzten fünfzig. Wer Kommunikation heute nicht dual denkt, wird morgen nicht mitgestalten.

© A1 Telekom Austria/Joanna Pianka

Die Plattform entscheidet intelligent, ob ein Dokument digital zugestellt wird oder – falls erforderlich – automatisch postalisch versendet wird. So entsteht für Behörden, Energieversorger oder Unternehmen ein durchgängiger, rechtssicherer Kommunikationsprozess ohne Medienbrüche.

Die technische Basis dafür bildet die Cloud-Infrastruktur von Exoscale. Die Datenverarbeitung erfolgt ausschließlich in europäischen Rechenzentren und erfüllt hohe Sicherheits- und Datenschutzstandards.

Mathias Nöbauer, CEO Exoscale

Digitale Souveränität beginnt bei der Infrastruktur

Herr Nöbauer, warum wird digitale Souveränität im Cloud-Umfeld derzeit so intensiv diskutiert?

Nöbauer: Weil Cloud-Infrastrukturen heute das Rückgrat nahezu aller digitalen Geschäftsmodelle bilden – insbesondere im KI-Umfeld. Wer die Kontrolle über diese Basis verliert, begibt sich in strategische Abhängigkeiten. Digitale Souveränität ist keine ideologische Frage, sondern eine zentrale Voraussetzung für Risikomanagement, Compliance und langfristige Handlungsfähigkeit.

Viele Unternehmen nutzen die Infrastruktur globaler Hyperscaler. Wo sehen Sie dabei die Risiken?

Nöbauer: Hyperscaler bieten enorme Skalierung und Geschwindigkeit, das ist unbestritten. Problematisch wird es jedoch, wenn Wahlfreiheit verloren geht. Wenn sensible Daten, geschäftskritische Anwendungen oder KI-Modelle ausschließlich in 
geschlossenen, außereuropäischen Systemen betrieben werden, sinkt die Steuerbarkeit. Unternehmen brauchen Alternativen, um regula­torische Anforderungen, Sicherheitsfragen und Kosten besser ­kontrollieren zu können.

Wie positioniert sich Exoscale in diesem Spannungsfeld?

Nöbauer: Exoscale ist als europäischer Cloud-Anbieter konsequent auf Datensouveränität, Transparenz und Offenheit ausgerichtet. Unsere Cloud-Infrastruktur wird ausschließlich in Europa betrieben und unterliegt europäischem Recht. Gleichzeitig setzen wir auf offene Standards und Open-Source-Technologien. So können Unternehmen moderne Cloud- und KI-Workloads nutzen, ohne sich in proprietäre Abhängigkeiten zu begeben oder technische Einschränkungen hinnehmen zu müssen.

Für wen sind souveräne Cloud-Modelle besonders relevant?

Nöbauer: Wir arbeiten vor allem mit Organisationen aus stark regulierten oder sicherheitskritischen Bereichen zusammen, beispielsweise aus dem öffentlichen Sektor, der Energiebranche, der Industrie, dem Finanzdienstleistungssektor und der Forschung. Für diese Kunden sind Datenhoheit, Compliance und Transparenz von zentraler Bedeutung. Gleichzeitig wächst auch bei KMU das Interesse an souveränen Cloud-Modellen, um Abhängigkeiten zu reduzieren und kritische Anwendungen kontrollierbar zu betreiben.“ 

Können Sie auch konkrete Beispiele nennen?

Nöbauer: In der Schweiz setzt das Fintech-Unternehmen Taurus etwa auf Exoscale, und in Deutschland modernisiert das Gesundheitsamt Frankfurt seine digitalen Anwendungen über unsere Plattform. Auch in Österreich wächst die Zahl unserer Kunden kontinuierlich, darunter Unternehmen aus dem Gesundheitsbereich und der metallverarbeitenden Industrie. Das verdeutlicht, dass Unternehmen quer durch alle Größen und Branchen auf eine souveräne, europäische Cloud setzen, die leistungsfähig, DSGVO-konform und nahtlos in bestehende Architekturen integrierbar ist. 

Hybrid statt „Entweder-oder“

Dennoch wollen viele Unternehmen auch die Stärke der sogenannten Hyperscaler nutzen, also großer Cloud-Anbieter wie Amazon Web Services, Microsoft Azure oder Google Cloud. Sie bieten weltweit verfügbare Infrastruktur, enorme Rechenleistung und hochskalierbare Plattformen für Cloud- und KI-Anwendungen.

Diesen Unternehmen empfiehlt Resel sogenannte Hybrid-Cloud-Modelle. Dabei werden sensible Daten und geschäftskritische Anwendungen in souveränen, kontrollierbaren Umgebungen betrieben, während für besonders rechenintensive Anwendungen oder spezialisierte KI-Tools weiterhin internationale Cloud-Plattformen genutzt werden. „Es geht nicht um ein dogmatisches ‚Entweder-oder‘“, erklärt Resel im Interview. „Sensible Daten gehören in eine Umgebung, in der Unternehmen selbst die Regeln ­bestimmen. Für große Rechenleistung nutzt man die Hyperscaler dort, wo sie den größten Mehrwert bieten.“

Die größten Stärken von Exoscale

  • Europäische Cloud „by design“
  • Digitale Souveränität
  • Offene Technologien
  • Hybrid-Cloud-fähig
  • Geeignet für regulierte Branchen

Weitere Informationen unter a1.net/exoscale 

A1 AI Award: jetzt einreichen!

Noch bis Ende April sucht A1 ­innovative KI-Lösungen, die zeigen, dass künstliche Intelligenz leistungsfähig, vertrauenswürdig, transparent und DSGVO-konform eingesetzt werden kann.

Teilnehmen können Unternehmen, Start-ups und Organisationen aus den unterschiedlichsten Bereichen: von Industrie und Gesundheitswesen über Finanzdienst­leistungen bis hin zu Bildung und öffentlicher Verwaltung. Entscheidend ist, dass die eingereichte Lösung einen konkreten Mehrwert schafft.

Die drei Finalisten präsentieren ihre Projekte beim A1 Business ­Forum am 20. Mai in Wien in Form von Live-Pitches. Den Siegerprojekten winken Preise im Gesamtwert von 75.000 Euro in Form von Credits auf der Exoscale-Plattform sowie der Zugang zum A1 AI Ecosystem.

Weitere Informationen und die Möglichkeit zur Einreichung gibt es unter: a1.net/ai-award.

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