Hauptinhalt

Einfach besser anlegen mit Martin Mayer
So viele Aktien sollten Sie im Depot haben
GEWINN auf Google als bevorzugte Quelle hinzufügen.
Wie viele Aktien braucht es, um ein ausreichend diversifiziertes Portfolio zu haben? Diese Frage stellen sich viele Anleger und auch die Kapitalmarktstrategen vom Family Office HQ Trust, die dieses Thema in einer aktuellen Studie untersucht haben.
Ausgangspunkt ist die Tatsache, dass man das Risiko, das für einen Investor von einzelnen Unternehmen ausgeht, dadurch senken kann, dass man die Anzahl der Aktien im Portfolio erhöht und somit dieses sogenannte „unsystematische“ Risiko verringert. In der Wissenschaft gilt dabei ein unternehmensspezifisches Risiko von rund zehn Prozent als Schwellenwert, den man bei seinem Portfolio nicht überschreiten sollte. Der Studienautor Pascal Kielkopf wählte für seine Untersuchung den MSCI All Country World und stellte fest, dass man mindestens die 90 größten Aktien aus dem Index im Portfolio haben sollte, um von wirksamer Diversifikation sprechen zu können. Erst bei 200 Aktien sinkt das unsystematische Risiko auf fünf Prozent, die Profis als als Voraussetzung für ein Portfolio mit breiter Marktabdeckung sehen würden. „Wer das Risiko einzelner Unternehmen möglichst ausschalten und die Rendite des globalen Aktienmarktes vereinnahmen möchte, benötigt deutlich mehr Titel, als viele Anleger vermuten“, meint Kielkopf. Entscheidend sei aber dabei nicht nur die Anzahl der Aktien, sondern auch die Streuung über Regionen, Branchen und Unternehmensgrößen hinweg. So kann man Diversifikation als einzigen „free lunch“ an der Börse nutzen.


