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Österreichs Beste in der Welt
Mit mehr als 1.000 abgeschlossenen Gesundheitsprojekten in 98 Ländern und Dienstleistungen für über 800 Gesundheitseinrichtungen ist die VAMED AG Weltmarktführer und ein echter Global Player. Im Bild das Headquarter in Wien
© VAMED/VEIGL_fotografie

Exportpreis

Österreichs Beste in der Welt

ACS Logistics, APV - Technische Produkte, IONICON Analytik, Mondi Frantschach und PJ Monitoring sind die diesjährigen „Gold-Exporteure“. Die Sonderpreise gehen an Global Hydro Energy, Susanne Zhang-Pongratz von Getzner Materials und die VAMED als Global Player 2022.

Von Friedrich Ruhm

04.07.2022

„Der Sieger sollte ein Zugpferd und Vorbild sein, Nachhaltigkeit vorleben, ein Pionier auf ­einem bestimmten Markt sein und ­eine starke Stellung auf dem Weltmarkt mit einem entsprechenden ,Internationalisierungs-Footprint‘ vorweisen . . .“ Das bekommt als Antwort, wer den Leiter der AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA, Michael Otter, fragt, was ein Global Player ist.

Seit 2007 wird diese Auszeichnung im Rahmen des Österreichischen Exportpreis als einer von drei Sonderpreisen vergeben. Die weiteren sind der Global EcoVision Award, der in diesem Jahr an Global Hydro Energy geht, und der Expat Award, mit dem Susanne Zhang-Pongratz, CEO der Getzner Materials in China, ausgezeichnet wird.

Bereits zum 28. Mal wird der Österreichische Exportpreis in diesem Jahr vergeben. Traditionellerweise in sechs Kategorien, in diesem Jahr (wie auch schon im Vorjahr) nur in fünf. Gold ging in diesem Jahr an die Unternehmen ACS Logistics, APV – Technische Produkte, IONICON Analytik, Mondi Frantschach sowie PJ Monitoring. Otter: „Mit dem Exportpreis zeigen wir unsere Wertschätzung für Österreichs herausragende Wegbereiter im Export.“ Denn, so Otter: „Österreichs Exportwirtschaft ist wesentlich für Wachstum und Wohlstand mitverantwortlich und der verlässlichste Motor unserer Wirtschaft. Gerade in den aktuell so herausfordernden Zeiten kann man die Leistungen unserer Exporteure gar nicht hoch genug würdigen.“

Auszeichnung für Exporteurinnen und Exporteure

Der Österreichische Exportpreis wird in diesem Jahr zum bereits 28. Mal verliehen.
Die teilnehmenden Unternehmen, egal, wie groß oder klein, bewerben sich in fünf Kategorien: Gewerbe & Handwerk, Handel, Industrie, Information & Consulting, Transport & Verkehr.

Eine unabhängige Expertenjury mit Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Medien unter dem Vorsitz von WKÖ-Präsident Harald Mahrer ermittelt die Preisträger ­jeweils in Gold, Silber und Bronze.

Zusätzlich werden drei Sonderpreise vergeben: der Global Player Award, der Global EcoVision Award und der Expat Award. Die Nominierung für diese Auszeichnungen erfolgen durch die AUSSENWIRTSCHAFT AUSTRIA. Das Siegerunternehmen wird durch die Jury ermittelt.

Mehr zu den Kriterien, und wie man sich bewirbt, ­erfahren Interessierte online unter exportpreis.at.

HINWEIS: Die Verleihung der Exportpreise 2022  fand am 27. Juni im Rahmen der Exporters’ Nite statt. Einen Bericht darüber lesen Sie im kommenden ­GEWINN 9/22.

Global Player 2022
VAMED AG

Die VAMED Gruppe hat heute weltweit mehr als 24.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2021 einen Jahresumsatz von 2,3 Milliarden Euro, davon zwei Drittel im Export. Schon allein das sind Zahlen, die das Unternehmen mit Sitz in Wien als „Global Player“ auszeichnen. Mehr als 1.000 abgeschlossene Gesundheitsprojekte in 98 Ländern und Dienstleistungen für über 800 Gesundheitseinrichtungen mit insgesamt 227.000 Betten machen die VAMED darüber hinaus zu einem Weltmarktführer im Bereich Gesundheitsdienstleistungen. „Unsere Leis­tungen reichen vom Financial En­gineering, der Projektentwicklung, der Planung und der schlüsselfertigen ­Errichtung bis zur Verfügbarhaltung von Gesundheitseinrichtungen. Außerdem bieten wir zukunftsweisende und innovative digitale Lösungen, High-End-Services, technische, kaufmännische und infrastrukturelle Dienstleistungen und die Gesamt­betriebsführung von Gesundheits­einrichtungen weltweit an“, berichtet Ernst Wastler, der CEO der VAMED AG.

Tatsächlich deckt das Unternehmen, das 1982 zur Fertigstellung des Universitätsklinikums AKH Wien gegründet worden war, sämtliche Bereiche der Gesundheitsleistungen ab – von der Prävention und dem Gesundheitstourismus über die Akutversorgung bis zu Rehabilitation und Pflege. Wastler: „Darüber hinaus sind wir ein führender Anbieter von Rehabilita­tionsleistungen in Europa und mit der VAMED Vitality World ein führender Betreiber von Thermen- und gesundheitstouristischen Resorts. Diese Tiefe und Breite des Leistungsspektrums und die einzigartige Wertschöpfungskette sind die Alleinstellungsmerkmale, die die VAMED zum international führenden Gesundheitsdienstleister gemacht haben.“

Nicht nur ein Geheimnis zum Erfolg

Auch in den letzten beiden Jahren konnte die VAMED trotz der pandemiebedingten Herausforderungen ­expandieren und mit Barbados, Ruanda und Dschibuti sogar drei neue ­Märkte dazugewinnen. Das Geheimnis des internationalen Erfolgs sieht der CEO in einer soliden wirtschaftlichen Basis, in der in 40 Jahren erworbenen Kompetenz sowie in hochqualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus rund 117 Nationen. Aber auch das nachhaltige Geschäftsmodell der VAMED trägt maßgeblich zum ­Erfolg bei, so Wastler: „Wir denken und handeln bei all unseren Leistungen und Angeboten über einen gesamten Lebenszyklus.“

Mittlerweile hat die VAMED weltweit 46 solcher „Lebenszyklusprojekte“ realisiert – eines der umfangreichsten zuletzt in den Vereinigten Arabischen Emiraten, in Abu Dhabi, wo mit dem Reem Hospital ein modernes ambulantes medizinisches Erstversorgungszentrum mit Akutkrankenhaus und integrierter Rehabilitationsklinik errichtet wurde, das die VAMED auch betreibt. Außerdem ist die VAMED Pionier im Gesundheitsbereich bei öffentlich-privaten Partnerschaften. 27 Public-Private-Partnership-(PPP-)Projekte  wurden bis dato in Österreich, Deutschland und Italien umgesetzt (vamed.com).

Österreichischer Exportpreis 2022: Alle Sieger auf einen Blick

Kategorie: Gewerbe & Handwerk
🥇IONICON Analytik Gesellschaft m. b. H.
🥈RINGANA GmbH
🥉CREE GmbH

Kategorie: Handel
🥇APV - Technische Produkte GmbH
🥈BRICKCOMPLETE GmbH
🥉BR Commerce GmbH

Kategorie: Industrie
🥇Mondi Frantschach GmbH
🥈Salvagnini Maschinenbau GmbH
🥉Sprecher Automation GmbH

Kategorie: Information & Consulting
🥇PJ Monitoring GmbH
🥈IR-WORLD.com Finanzkommunikation GmbH
🥉Ocean Maps GmbH

Kategorie: Transport & Verkehr
🥇ACS Logistics GmbH & Co KG
🥈Trawöger Transport GmbH
🥉GlobeAir AG

Global Player Award
🥇VAMED AG

Global EcoVision Award
🥇Global Hydro Energy GmbH

Expat Award
🥇Susanne Zhang-Pongratz, CEO, Getzner Materials Co. Ltd.

Analysegeräte von IONICON
Die Analysegeräte von IONICON detektieren allerkleinste organische Elemente in der Luft, auch SARS-CoV-2-Viren© IONICON Analytik GmbH./Florian Lechner

Gewerbe & Handwerk
IONICON Analytik Gesellschaft m.b.H.

IONICON Analytik ist ein Spin-off der Universität Innsbruck, das 1998 auf ­Basis einer innovativen Technologie namens Protonentransferreaktion-Massenspektrometrie (PTR-MS) gegründet wurde. Diese wird eingesetzt, um flüchtige oder partikelförmige ­organische Komponenten wie Kohlenwasserstoffe, Alkohole und organische Säuren in Echtzeit nachzuweisen sowie um damit industrielle Prozesse zu überwachen.

IONICON hat die patentierte Technologie zur Marktreife gebracht und darauf aufbauend Messgeräte entwi­ckelt, die aufgrund ihrer hohen Empfindlichkeit als Benchmark anerkannt sind. So ist IONICON der weltweit ­führende Hersteller von Spurengasanalysatoren mit marktführenden, einstelligen pptv-Nachweisgrenzen (Parts per Trillion per Volume).

Die Anwendungsgebiete finden sich in der Biologie und Umweltforschung ebenso wie in der Geruchs- und Aromaforschung oder der Atemluftanalytik. Spurengasanalysegeräte werden aber auch zur Raumluftüberwachung, zur Abgasmessung oder zur Detektion gefährlicher Substanzen eingesetzt. So wird die PTR-MS-Technologie etwa auch bei Atemtestgeräten zur Detektion von SARS-CoV-2-Infektionen genutzt (ionicon.com).

Handel
APV – Technische Produkte GmbH

Durch moderne Landtechniklösungen für eine nachhaltige Landwirtschaft die Welt ein Stück besser machen – das ist die Vision von APV - Technische Produkte, das im niederösterreichischen Hötzelsdorf im Bezirk Horn beheimatet ist. Gegründet wurde das Unternehmen 1997 von ­Jürgen Schöls, der selbst aus einer Landwirtschaft stammt. Die ersten Maschinen wurden von ihm noch „hand-made“ gefertigt.

Mit dem Fokus auf Qualität, Benutzerfreundlichkeit und Service stellte sich alsbald auch der internationale Erfolg ein. 2006 wurde die erste Auslandstochter in Polen gegründet, 2014 folgten Russland und Rumänien. Seit 2015 ist APV zudem in Deutschland und in der Türkei präsent und seit 2016 ­sogar in den USA vertreten.

Neben diesen sieben eigenen Standorten im Ausland verfügt APV, das mittlerweile mehr als 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, über ein Netzwerk von Vertragspartnern in mehr als 35 Ländern und sichert seinen Kunden damit ein Höchstmaß an Servicekompetenz vor Ort. Die wichtigsten Auslandsmärkte sind Deutschland gefolgt von Frankreich und Polen (apv.at).

Industrie
Mondi Frantschach GmbH

Mondi ist ein global führendes Ver­packungs- und Papierunternehmen, das entlang der Wertschöpfungskette tätig ist – von der Bewirtschaftung von Wäldern über die Produktion von Zellstoff, Papier und Kunststofffolien bis hin zur Entwicklung und Herstellung von effizienten Industrie- und Konsumgüterverpackungen.

Der Standort Frantschach im Kärntner Lavanttal kann wiederum auf eine 141-jährige Geschichte zurückblicken. 1881 wurde das Unternehmen als Papiermühle gegründet. 2004 wurde die Frantschach Gruppe von Mondi übernommen. Bis dahin firmierte das Werk unter Frantschach Pulp & Paper Austria AG. Seit 2008 nennt sich das Papier- und Zellstoffwerk Mondi Frantschach.

In der Region ist Mondi Frantschach ein bedeutender Arbeitgeber, international ein gefragter Produzent von Sack- und Spezialkraftpapieren. Drei Papiermaschinen sowie eine Zellstofftrocknungsanlage produzieren hochqualitative Produkte, die zu 90 Prozent in den Export gehen. Mehr als 60 Länder auf allen Kontinenten ­werden von hier aus bedient, die ­Kunden sind vor allem Verpackungshersteller und Verarbeitungsbetriebe. Zudem dient der Standort als Forschungs- und Entwicklungszentrum für die gesamte Mondi Gruppe (mondigroup.com/frantschach).

Jürgen Schöls
Jürgen Schöls entwickelt mit APV - Technische Produkte moderne und nachhaltige Landtechniklösungen, die weltweit zum Einsatz kommen© APV – Technische Produkte GmbH.
Produktion
Mondi Frantschach ist ein international gefragter Produzent von Sack- und Spezialkraftpapieren mit Kunden in mehr als 60 Ländern© Mondi Frantschach GmbH.

Global EcoVision Award 2022: GLOBAL Hydro Energy GmbH

GLOBAL Hydro Energy aus Niederranna im oberösterreichischen Mühlviertel ist nach eigenen Angaben weltweit der erste Ansprechpartner für Kleinwasserkrafttechnologien und sichert durch innovative Lösungen ­eine lebenswerte Umwelt für die ­Zukunft.

Das unabhängige Unternehmen ist spezialisiert auf Kaplan-, Pelton- und Francis-Turbinen im Bereich von 100 kW bis 30MW. GLOBAL Hydro Energy übernimmt aber nicht nur die Planung und die Lieferung von Equipment, sondern bietet auch schlüsselfertige „Turn Key“-Lösungen für Wasserkraftwerke an. GLOBAL Hydro Energy verbindet dabei Innovation, Digitalisierung und langfris­tiges Denken, um nachhaltige Lösungen für zukünftige Generationen zu schaffen. Produkte wie HEROS, eine vollautomatisierte Turbinen- und Kraftwerkssteuerung, oder smarT, ein Plug-in-Fertigkraftwerk, machen das Unternehmen international erfolgreich.

Das bestätigen auch eine Vielzahl von weltweit realisierten Projekten, die über eigene Standorte und ein Partnernetz auf allen Kontinenten betreut werden. Der Exportanteil des Unternehmens, das mittlerweile mehr als 250 Mitarbeiter beschäftigt, liegt bei über 90 Prozent (global-hydro.eu).

Information & Consulting
PJ Monitoring GmbH

PJ Monitoring wurde gemeinsam mit PJ Messtechnik 2006 als Spin-off der TU Graz gegründet und gilt als Innovationsprimus in der Digitalisierung des Schienengüterverkehrs. Diese gilt gemeinsam mit der zunehmenden Automatisierung als erfolgsentscheidend, um die angestrebte – und zur Erreichung der Klimaziele notwendige – Verlagerung des Verkehrs auf die Schiene überhaupt möglich zu machen.

So ist es PJ Monitoring als erstem Unternehmen gelungen, ein digitales Gesamtsystem für Güterzüge zu entwickeln. Die patentierte WaggonTra­cker-Plattform ist das einzige System weltweit, das Monitoring und Automation kombiniert und eine Vielzahl von Funktionen und aufwändigen Prozessen abdecken kann. Beispielsweise die automatisierte Bremsprobe, die als ­erstes Referenzsystem in Europa positiv begutachtet und bereits weitflächig in betrieblicher Erprobung ist. Bei einer Exportrate von mehr als 90 Prozent sind die wichtigsten Auslandsmärkte, die bis dato von PJ Monitoring direkt beliefert werden, aktuell die Schweiz, gefolgt von Italien und Deutschland. Im Frühjahr 2022 wurde zudem eine Vertriebspartnerschaft mit dem weltweit agierende Technologiekonzern Voith bekanntgegeben (pjm.co.at).

Transport & Verkehr
ACS Logistics GmbH & Co KG

ACS Logistics wurde 2011 als Spezialist für Überseelogistik gegründet. Die ers­ten Kunden wurden am Standort Flughafen Linz-Hörsching von einem Bürocontainer aus betreut.

2014 erfolgte das Go-live des Lagers und ein Automobilzulieferer konnte als erster Großkunde gewonnen werden. Nur drei Jahre später erwirtschaftete das Unternehmen erstmals mehr als 15 Millionen Euro Umsatz. 2017 wurde auch der Logistikterminal Pasching in Betrieb genommen. 2020 folgte ein Standort auf dem Airport Wien, ein weiteres ­Büro besteht zudem in Graz.

Als unabhängiges privat- und inhabergeführtes Unternehmen setzt ACS Logistics auf ein globales Partnernetz mit über 600 Niederlassungen in 150 Ländern als ausländischen Vertriebskanal in den überseeischen Kernmärkten.

Im Schnitt wächst ACS Logistics um 30 bis 40 Prozent pro Jahr, 2021 konnte aufgrund der enormen Nachfrage sogar ein Wachstum von knapp 100 Prozent erreicht werden. So konnte ACS Logistics zahlreiche österreichische Leitbetriebe mit „customized logistics solutions“ unterstützen und seinen Teil dazu beitragen, die Liefer- und Betriebsfähigkeit in vielen Fällen aufrecht zu halten (acslogistics.at).

WaggonTracker-Plattform
PJ Monitoring hat mit der WaggonTracker-Plattform das erste digitale Gesamtsystem für Güterzüge entwickelt© PJ Monitoring GmbH./SBB Cargo
ACS Logistics
Begonnen hat ACS Logistics 2011 in einem Container am Flughafen Linz-Hörsching. Heute hat der Überseelogistikspezialist ein globales Partnernetz mit über 600 Niederlassungen© ACS Logistics GmbH.

Expat 2022: Susanne Zhang-Pongratz, CEO, Getzner Materials Co. Ltd.

In ihrer Funktion ist Susanne Zhang-Pongratz seit 2017 für das operative Geschäft und die strategische Ausrichtung von Getzner Werkstoffe in China und Hongkong verantwortlich. Seit 2019 ist sie zudem General Managerin eines Jointventures von Getzner.

Nach Asien kam die Österreicherin mit unbefristeter Aufenthaltserlaubnis in China über die Unterstützung von Delegationen aus China im WIFI der Wirtschaftskammer Wien und ein Praktikum bei einer spanischen Handelsgesellschaft in Peking. Vor ihrem Engagement bei Getzner war sie 20 Jahre für eine italienische Bank und anschließend für die Raiff­eisenbank International tätig.

Getzner ist der führende Spezialist für Schwingungsisolierung und ­Erschütterungsschutz zur Anwendung unter anderem bei Bahnstre­cken, im Baubereich und in der Indus­trie. China mit seinen riesigen Millionenstädten und dem dichten Netz an Hochgeschwindigkeitsstrecken ist ­daher ein besonders interessanter Markt für Getzner. Aber, so Zhang-Pongratz: „Generell ist es für auslän­dische Firmen sehr schwierig, hier ins Geschäft zu kommen, wenn sie keine Präsenz vor Ort haben. So wurde ­Getzner Materials als Tochterfirma gegründet, und im Werk vom Joint-venture Byrel in Kunshan wird ein Teil unserer Produkte für die chinesischen Hochgeschwindigkeitsstrecken inzwischen direkt vor Ort hergestellt.“

Ein weiterer Türöffner ist, dass Zhang-Pongratz nicht nur über ein ­gutes Netzwerk in China verfügt, ­sondern auch die Sprache fließend spricht. „Das hilft einem, sich komplett in die neue Kultur einzuleben. Freunde vor Ort geben neue Perspektiven. Und sie helfen einem, sich zurechtzufinden und auch die Geschäftswelt besser zu verstehen. Ich finde, man sollte mitten dabei sein im Leben im neuen Land, aber trotzdem die eigene Kultur und Identität nicht vergessen“, so Zhang-Pongratz.

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