Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

Nicht alles, was funkelt, bringt Rendite© Peter Schmidt

Edelsteine

Nicht alles, was funkelt, bringt Rendite

Wer in Edelsteine investiert, sollte nur seriösen Händlern vertrauen und nicht an die schnelle Rendite glauben. Auf welche Angebote man nicht hereinfallen sollte – und wie man tatsächlich bleibende Werte schafft.

Von Susanne Kowatsch

TIPP: Mehr Qualität in Ihren Suchergebnissen
GEWINN auf Google als bevorzugte Quelle hinzufügen.
30.06.2026
Exklusiv für GEWINN-Abonnenten
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

Ein Geschäftsmann, der irgendwann Bekanntschaft mit einem deutschen Edelsteinhändler mit Sitz in der Schweiz machte, kaufte von diesem über mehr als zehn Jahr lang immer wieder Diamanten. Einmal in einem Schweizer Hotel, einmal im Rahmen eines Golfturniers, mitunter auch nur auf einer Autobahnraststätte. Stets waren es Farbdiamanten, auch „Fancy-Color-Diamanten“ genannt, in einem Blister verpackt. Insgesamt über 1,1 Millionen Euro gab er im Lauf von rund zwölf Jahren für über 30 Diamanten aus. Er ging von steigenden Werten aus, immerhin hatte der Händler ja stets versichert, dass die Steine eine kräftige Wertsteigerung erleben würden. Von einem Diamanten gibt es sogar seine schriftliche Zusicherung, der Stein würde „24 Prozent Wertsteigerung pro Jahr“ erfahren. 

Als der Geschäftsmann nach zwölf Jahren einen Hausbau realisieren und dafür einen Teil seiner Diamanten verkaufen wollte, erfolgte allerdings das unangenehme Erwachen. Die Händler, denen er sie anbot, wollten nur sehr viel weniger als die seinerzeitigen Ankaufspreise bieten. Am Ende stellte ein Gutachten fest, dass der Gesamtwert der Diamantsammlung rund 270.000 Euro betrug – also ein knappes Viertel seines Investments; die Abweichungen vom tatsächlichen Wert betrugen bei den einzelnen Steinen zwischen zehn und 2.000 Prozent. Deshalb wandte er sich an GEWINN.

Die Recherche ergab: Der Betroffene ist leider nicht der Erste, der blumigen Versprechen eines wenig seriösen Edelsteinhändlers auf den Leim gegangen ist: „Oft wird Kunden versprochen, dass der Stein bei Bedarf wieder zurückgekauft wird. Beim zweiten Mal geht das aber dann nur noch, wenn der Kunde dafür gleich einen anderen Stein vom Händler kauft“, schildert Schmuckgutachterin und Gemmologin Gabriela Breisach beliebte Maschen. Nicht selten ist der seinerzeitige Verkäufer bald nicht mehr ansprechbar, das Unternehmen wird gelöscht, und bald darauf gehen die Geschäfte unter neuem Namen weiter.

Weitere Artikel

Jürgen Lukasser

„Der Kapitalmarkt hat bei KI das Kommando übernommen“

Laut Jürgen Lukasser, Deputy CIO Europe der LGT Bank Österreich, sollte man zwar die Profiteure des...

Weiterlesen: „Der Kapitalmarkt hat bei KI das Kommando übernommen“
Foto Seenplatte Klafferkessel, SteiermarkExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Das Wasser zeigt stets den Weg

Rund um Seen und naturbelassene Flüsse entlang lässt es sich im Sommer besonders lustvoll ­wandern,...

Weiterlesen: Das Wasser zeigt stets den Weg
WohnungExklusiv für GEWINN-Abonnenten

Zusatzeinkommen mit Wohnungsvermietung

Wer für sein Zusatzeinkommen statt auf den Kapitalmarkt lieber auf den heimischen Immobilienmarkt...

Weiterlesen: Zusatzeinkommen mit Wohnungsvermietung