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Dr. Georg Wailands Börsentipps
Neues Jahr, neuer Rekord für Gold und Silber
Wie sich die Märkte entwickeln
Die wichtigsten Börsen sind auf Rekordniveau gestartet, wer angesichts der geopolitischen Konflikte jedoch auf einen Kurssturz gewartet hat, der bleibt enttäuscht: Die großen Konzerne pfeifen sich relativ wenig um die Drohgebärden von Trump, Putin und Co., sie wollen schlicht Gewinne erzielen und das eigene Geschäft möglichst gut absichern. Das gilt für Rohstoff-Deals genauso wie für Hightech oder die neuesten Pharma-Produkte: Fast gespenstisch (wie seinerzeit in den 1920er-Jahren) wird Party (und Geld) gemacht, als gäbe es kein Morgen.
Heute ist heute, das gilt auch für Gold und Silber, gleich im neuen Jahr wurden neue Preisrekorde aufgestellt. Auch wenn Profis wissen, dass so rasante Anstiege gelegentlich von Rückschlägen erschüttert werden: Gold, Silber und Platin haben weiter Saison, bei Kupfer ist das schon länger erkennbar. Wer in starke Aktien investiert hat, brauchte das nicht zu bereuen, ganz im Gegenteil: Nach einem prächtigen Gewinn-Jahr wird auch 2026 spezielle Chancen bieten.
Man muss kein Börsenexperte sein, um zu wissen, dass Rüstungsaktien einen Boom erleben: Egal, ob in den USA oder in Europa, von Rheinmetall bis hin zu Boeing, wo Rüstung am Auftrag steht, kommen goldene Nuggets zur Ausschüttung. Auch „Randfiguren“ in diesem Börsen-Schach können sich sehen lassen: Der Turbinenbauer MTU etwa ist neuerlich um zehn Prozent im Kurs höher geflogen, Airbus tat es ihm gleich. Nichts deutet darauf hin, dass wir vor einem friedvollen 2026 stehen, eher das Gegenteil ist der Fall: Es reicht weder das Blutbad in Gaza noch der Überfall Putins auf die Ukraine, schon ist es auch im Iran wieder losgegangen. Für die Kapitalanlage bedeutet das: Bei erhöhten Risiken wird es attraktive volatile Kursverkäufe geben, wer da ein gutes Händchen hat, kann dick verdienen. Wer sicher leer ausgehen wird? Jene, die vor lauter Krisenangst nichts mehr investiert haben.
Aus nichts wird nichts, so ist das eben an der Börse. Aber wer z. B. im Pharmabereich die amerikanische Merck-Aktie gekauft hat, konnte sich über ein Monatsplus von rund zehn Prozent freuen. Bei Boeing waren es 15 Prozent, bei Amazon acht Prozent – weltweit stehen gigantische Beträge bereit, die investiert werden wollen.
Vieles spricht für steigende Kurse: Die Zinsen sind stabil bis leicht fallend, der schwache Dollar macht den US-Konzernen das exportieren leicht und die politische Krisenlage sorgt für enorme Nachfrage nach Gold, Silber und Co. Und was macht das Öl? Nicht einmal die blitzartige Entführung von Venezuelas Präsident Maduro hat die Weltwirtschaft erschüttert: ein Zucken im Preis ja, vielleicht ein schneller Anstieg, dann aber wieder ein Abgleiten in alte Tiefen. Was aber unter dem Strich bleibt: Erdöl bleibt für die gesamte Branche eine Quelle schöner Renditen, mal höher, mal tiefer, aber für Erdöl ist die Zeit noch längst nicht vorbei. Zu sehr braucht man das schwarze Gold, für den Verkehr genauso wie für die Chemie. Jetzt werden Vorräte für die nächsten Jahrzehnte „erobert“, die Börsen werden es zeigen.
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