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Was wurde aus: Smaxtec
Nach Turbulenzen zum Höhenflug
Ein zweistelliges Umsatzwachstum, erfolgreich in den USA und prominente Neuzugänge in der Führung: Solche Meldungen machen in Zeiten wie diesen neugierig. Und dann ist es auch noch „eine alte Bekannte“: die Smaxtec animal care sales GmbH aus Graz, die es 2013 ins Finale des GEWINN-Jungunternehmer:innen-Wettbewerbs geschafft hatte, nach der überraschenden Absage eines Investors im September jedoch Insolvenz anmelden musste.
Umso erfreulicher ist es, dass das Unternehmen heute so erfolgreich ist. „Als ich Ende 2019 als CEO zu Smaxtec kam, hatten wir rund 30 Mitarbeiter und kaum Umsätze. Heute beschäftigen wir circa 300 Mitarbeiter und erwirtschaften rund 50 Millionen Euro Umsatz. Und das als Software-as-a- Service-Unternehmen“, berichtet Stefan Scherer. Hat Smaxtec also doch auf das richtige Pferd gesetzt? Ja und nein, denn tatsächlich war es die Kuh.
Magensonde für gesunde Kühe
Anfang der 2000er-Jahre hatten die Gründer Mario Fallast und Stefan Rosenkranz ein Sensorsystem entwickelt, um gesundheitsrelevante Parameter von Milchkühen zu messen. Diese machen sich vor allem durch Temperaturveränderungen im Magen bemerkbar. Daher wurde das System in ein kleines Gehäuse, den sogenannten Bolus, eingebaut und der Kuh verabreicht. Aufgrund seines Gewichts und da Kühe Wiederkäuer sind, verbleibt der Bolus im Magen.
Trotz erfolgreicher Einsätze, internationaler Auszeichnungen und erster Verträge mit Vertriebspartnern wurde Smaxtec die „Vorlaufzeit“ zum Verhängnis, so Fallast 2014 in einem GEWINN-Bericht: „Man braucht Geld für Mitarbeiter, Vertrieb und Weiterentwicklung des Produkts, aber wenn die Umsätze sich nicht so dynamisch entwickeln wie man selbst, geht sich das irgendwann nicht aus.“
Ein mit dem Unternehmen vertrauter Berater ermöglichte die Fortführung, dazu fanden sich dann doch Investoren. Einer davon überzeugte Scherer, ab 2019 als CEO die strategische Neuausrichtung von Smaxtec zu übernehmen.


