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Branchengespräch: Büromöbelhersteller Bene
„Made in Austria ist ein starkes Argument“
Der Büromöbelhersteller Bene zählt zu den traditionsreichsten Unternehmen der Branche und produziert seit mehr als zwei Jahrhunderten in Waidhofen an der Ybbs. Heute ist Bene Teil der BGO Holding, die mehrere österreichische Büromöbelmarken vereint. Ein Großauftrag der Deutschen Bahn AG zeigt, dass das österreichische Unternehmen auch international im Wettbewerb um große Projekte bestehen kann.
GEWINN: Herr Fried, Bene hat einen Großauftrag der Deutschen Bahn an Land gezogen. Worum geht es dabei genau?
Michael Fried: Wir werden die Deutsche Bahn AG und ihre 230.000 Mitarbeiter über einen Zeitraum von acht Jahren mit modernen Arbeitswelten ausstatten. Um diesen Rahmenvertrag in zweistelliger Millionenhöhe rittern natürlich alle, weil es einer der größten ist, die es zu vergeben gibt. Umso stolzer sind wir, dass wir den Zuschlag erhalten haben.
GEWINN: Womit konnten Sie überzeugen?
Fried: Wir haben uns in einem Bestbieter- und nicht in einem Billigstbieterverfahren durchgesetzt. Bei der Entscheidung für uns waren sicherlich Nachhaltigkeit, die industrielle Fertigung und die Symbiose aus Qualität, Funktionalität und Design die wichtigsten Kriterien. Dazu kommen noch unsere Flexibilität und die Fähigkeit, nicht nur Einzelunternehmer und KMU glücklich zu machen, sondern auch große Projekte umzusetzen. Vor über zehn Jahren haben wir beispielsweise das Adnoc-Headquarter in Abu Dhabi mit 27 Kilometern Bürotrennwänden in 54 Stockwerken ausgestattet. Genau diese Erfahrung war sicher einer der ausschlaggebenden Gründe.
GEWINN: Wie wichtig sind solche internationalen Projekte für Ihre Geschäftsentwicklung?
Fried: Sehr wichtig. Als ich 2012 bei Bene angefangen habe, waren wir in 35 Ländern vertreten. Heute sind wir in elf Ländern mit 23 eigenen Schauräumen und Teams präsent und verfügen darüber hinaus über ein dichtes, internationales Händlernetzwerk in weiteren Ländern. Unsere Exportquote liegt bei etwa 70 Prozent. Wichtigster Auslandsmarkt dabei ist Deutschland mit rund 15 bis 20 Prozent Anteil, knapp gefolgt von UK und Frankreich. Gerade UK ist zuletzt stark gewachsen, hier haben wir beispielsweise zahlreiche Anwaltskanzleien ausgestattet. Weitere Fokusmärkte sind die Schweiz, Belgien, Italien, Indien und die Regionen CEE und Middle East. Letztere ist natürlich aktuell eine große Herausforderung.
GEWINN: Und wie läuft das Geschäft in Österreich?
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