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Kleiner Ausrutscher mit Folgen
Wer noch vor einem Unfall wissen möchte, ob er ein ­erhöhtes Osteoporose-Risiko hat, benötigt eine Knochendichtemessung
© demaerre – GettyImages.com

Osteoporose

Kleiner Ausrutscher mit Folgen

Osteoporose erhöht das Knochenbruchrisiko und betrifft 5,5 Prozent der Bevölkerung (79,5 Prozent Frauen). Drei Experten über den neuesten Stand bei Diagnose und ­Behandlung der Knochenstoffwechselerkrankung.

Von Erich Brenner und Michael Kordovsky

04.03.2022
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Osteoporose kann laut Privatdozent Christian Muschitz, Generalsekretär Österreichische Gesellschaft für Knochen und Mineralstoffwechsel (ÖGKM), viele Ursachen haben: Menopause, Erkrankungen wie Diabetes, Herzinsuffizienz, Nieren-, chronisch entzündliche Darm-, rheumatologische Erkrankungen, Schilddrüsenüberfunktion; oder auch durch Medikamenteneinnahme wie z. B. Kortison. Derzeit werden laut Muschitz nur zwei von zehn Frauen und einer von zehn Männer nach der Fraktur adäquat medikamentös behandelt.

Wer noch vor einem Unfall wissen möchte, ob er ein erhöhtes Osteoporoserisiko hat, benötigt eine Knochendichtemessung. OÄ Afrodite Zendeli, Innere Medizin Herz-Jesu Krankenhaus: „Das empfohlene und bewährte osteodensitometrische Verfahren ist das DXA-Verfahren.“ Kurz gesagt: Die Strahlung zweier energetisch leicht unterschiedlicher Röntgenquellen wird im Körper durch unterschiedlich dichtes Gewebe verschieden stark absorbiert. Damit wird der Mineralsalzgehalt des Knochens in Gramm pro qcm ermittelt. Das Messergebnis wird mit dem durchschnittlichen Messwert gesunder Erwachsener im Alter von 30 Jahren verglichen. „Von einer Osteoporose wird ausgegangen, wenn die Knochendichte um mehr als 2,5 Standardabweichungen von diesem Durchschnittswert nach unten abweicht“, erklärt Zendeli.

Christian Muschitz, ÖGKM:
Derzeit werden nur zwei von zehn Frauen und einer von zehn Männer nach der Fraktur adäquat medikamentös behandelt.

© Mag. Barbara Lachner

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