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Österreich
Keine gesunde Entwicklung
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Im österreichischen Gesundheitssystem gibt es einige kritische Entwicklungen. So zeigt eine Studie von krankenversichern.at: In acht von 14 medizinischen Fachrichtungen sind die Wartezeiten länger als im Vorjahr. Grundlage sind 1.601 ausgewertete Terminrückmeldungen bei Kassenordinationen. Besonders betroffen ist die Innere Medizin, wo Patienten im Median 65 Tage auf einen Termin warten – der höchste bisher gemessene Wert.
Der Reformdruck ist unübersehbar, zumal die Gesundheitsausgaben auch einer der Ausgabentreiber im Staatshaushalt sind. Laut Experten müsste man bei einer Kompetenzentflechtung (Bund, Länder, Gemeinden) ansetzen. Und eine bessere Patientensteuerung würde die Effizienz des Systems erhöhen.
Eine Studie von Agenda Austria, die sich auf Eurostat-Daten von 2023 beruft (aktuellere liegen noch nicht vor), zeigt freilich auch, dass Österreich mit nicht weniger als 13 pro Jahr europaweit die meisten Arztkontakte pro Kopf hat. Am unteren Ende der Skala liegen einige nordische Länder. Dort reduzieren laut Agenda Austria Selbstbehalte die Anzahl der Visiten. Ökonom Hanno Lorenz: „Das Gesundheitssystem kann nicht alle Wünsche finanzieren. Wer sich ohne medizinische Indikation jede Woche teuren Untersuchungen unterziehen möchte, der sollte dafür auch die Kosten tragen.“



