Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners
Springe zum Ende des Werbebanners Springe zum Anfang des Werbebanners

Hauptinhalt

Josef, der Achte
Seppi Sigl ist Optimist. Von einem rückläufigen Biermarkt lässt er sich nicht so schnell aus der Ruhe bringen.

Porträt: Josef Sigl, Trumer Privatbrauerei

Josef, der Achte

Seppi Sigl führt die 425 Jahre alte Trumer Privatbrauerei in achter Generation. Behutsam entwickelt er das Salzburger Unternehmen weiter, setzt neben Bier auf neue Standbeine wie pflanzliche Milchalternativen und stärkt mit Crowdfunding die Bindung zur Marke.

Von Michaela Schellner

31.03.2026
Exklusiv für GEWINN-Abonnenten
Springe zum Ende des WerbebannersSpringe zum Anfang des Werbebanners

Der Blick aus dem Fenster der Gärlounge, jenes Orts der Trumer Privatbrauerei, an dem regelmäßig verkostet wird und wir uns zum Interview treffen, ist fast schon kitschig. Umgeben von grünen Wiesen und sanften Hügeln glitzert der Obertrumer See in der Sonne. Sofort stellt sich ein Gefühl von Entspanntheit ein, das auch im angeschlossenen Gärkeller oberstes Gebot ist. Hier reift das Bier mehrere Tage lang in offenen Edelstahl-Bottichen, während der Braumeister die immer wieder entstehende, mit Gerb- und Bitterstoffen angereicherte Schaumdecke („Kräusen“) in Handarbeit behutsam absaugt. Ein Verfahren, das heutzutage kaum mehr angewendet wird, ist es doch mit einer gewissen Arbeitsintensität und hohem hygienischem Anspruch verbunden. „Für große Brauereikonzerne ist diese Art der Bierherstellung wirtschaftlich uninteressant. Wir hingegen halten seit Jahrhunderten an der Philosophie des Slow Brewings fest und geben unserem Bier die Zeit zum Reifen, die es braucht. Dadurch schmeckt es besonders gut“, ist Josef Sigl stolz. Der 43-Jährige, der von allen „Seppi“ genannt wird, führt den Betrieb seit 2013 in achter Generation.

Mit Bierkisten groß geworden

Das Unternehmen selbst, das heuer seinen 425. Geburtstag feiert, befindet sich schon stolze 251 Jahre lang im Besitz der Familie Sigl. Der aus dem bayrischen Perlesreuth stammende Josef I., Sohn eines Hopfenhändlers, hat die Brauerei 1775 im Zuge einer Versteigerung erworben und damit den Grundstein für die heutige Erfolgsgeschichte gelegt. Sigl ist wie die Generationen vor ihm mit dem Unternehmen aufgewachsen. Als Kind hat er bei Veranstaltungen, Kirtagen und Messen unter anderem den Abwasch der Gläser erledigt. „Da gibt es Fotos, wo ich auf einer Bierkiste stehe und größenmäßig gerade so über die Theke komme“, erzählt er lachend. „Ich war wahnsinnig stolz, wenn mich jemand gefragt hat, ob man mich buchen kann.“

Weitere Artikel

Flexibilität statt Masse: Wie Complex Pharmaceuticals auf den Wandel der Pharmaindustrie reagiert

Die Pharmaindustrie steht vor einem Wandel: Therapien werden spezialisierter, regulatorische...

Weiterlesen: Flexibilität statt Masse: Wie Complex Pharmaceuticals auf den Wandel der Pharmaindustrie reagiert
Foto Veronique Erb

„Lateinamerika finden wir derzeit besonders interessant.“

Veronique Erb, Portfoliomanagerin bei RBC Bluebay Asset Management, erklärt im Gespräch mit GEWINN,...

Weiterlesen: „Lateinamerika finden wir derzeit besonders interessant.“
Menschen sitzend am Kanal in Kopenhagen

Die zehn sichersten Länder der Welt

GEWINN identifiziert die sichersten Länder und zeigt auf, welche Chancen sich dort für Anleger...

Weiterlesen: Die zehn sichersten Länder der Welt