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Aktie des Monats: Rheinmetall (Februar 2026)
Ist das Pulver hier schon verschossen?
Manchmal können die Aktienmärkte ganz schön zynisch sein. Anfang Jänner 2026 führten die USA einen militärischen Angriff auf Venezuela durch. Die Aktie des deutschen Rüstungskonzerns Rheinmetall, die Ende 2025 konsolidiert hatte, reagierte drauf mit einem regelrechten Freudensprung. Die folgenden Spannungen zwischen den USA und Europa in Bezug auf Grönland waren zusätzliches Öl ins Kursfeuer. Und schon war die Aktie zu Redaktionsschluss drauf und dran, ihr Allzeithoch zurückzuerobern. GEWINN-Leser sollten übrigens dabei sein – die Redaktion hat die Aktie in den vergangenen Jahren des Öfteren als interessant bezeichnet.
Freilich steckt dahinter wie stets an der Börse ein Kalkül. Börsianer handeln rational: Je labiler die geopolitische Situation ist, desto mehr werden die einzelnen Staaten in die Aufrüstung investieren. Der russische Angriff auf die Ukraine 2022 war ein Wendepunkt. Europäischen Regierungen wurde schlagartig bewusst, dass eigene Sicherheit und Frieden auf dem europäischen Kontinent keine Selbstverständlichkeit sind und man auf den Ernstfall vorbereitet sein sollte. Das gilt mittlerweile umso mehr, da man sich auch nicht mehr auf die Hilfe der USA verlassen kann. Aber auch in anderen Regionen gibt es Krisenherde, ob im Nahen Osten, in Asien oder in Afrika. Das Ergebnis dokumentieren Daten des Stockholmer Friedensforschungsinstituts SIPRI: Die weltweiten Rüstungsausgaben steigen munter an, allein im Jahr 2024 um mehr als neun Prozent auf 2,7 Billionen US-Dollar (Zahlen für 2025 liegen noch nicht vor). Die Umsätze der 100 größten Rüstungskonzerne sind 2024 um rund sechs Prozent auf 679 Milliarden US-Dollar gestiegen.
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