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Aktienmarkt Schweiz
Hohe Berge, hohe Dividenden
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Die Schweiz punktet seit Jahrzehnten als sicherer Finanzhafen, als Ort der Stabilität hinsichtlich ihrer Wirtschaft, Politik und Rechtssicherheit, als Finanzplatz mit niedrigen Zinsen und tiefer Inflation und aufgrund der felsenfesten Währung. Hinsichtlich der Aktienkursentwicklung hinkt die Schweizer Börse in Zürich (SIX Swiss Exchange) im internationalen Vergleich etwas hinterher. Mit einem Indexplus von 11,8 Prozent im Jahresabstand und einem Anstieg von 16,4 Prozent über fünf Jahre zurück lagen die Eidgenossen international im hinteren Mittelfeld (siehe Grafik unterhalb).
Nach dem Erreichen eines neuen historischen Höchstkurses Ende Februar dieses Jahres wurde auch die Schweizer Börse durch die Turbulenzen im Nahen und Mittleren Osten in Mitleidenschaft gezogen und gab über zehn Prozent nach. Nach einer Gegenbewegung versucht sie sich an einer Neuorientierung. Der Anstieg des Schweizer Franken gegenüber dem Euro um ansehnliche 20 Prozent in diesem Zeitraum kann das Finanzergebnis von Veranlagungen in der Schweiz erfreulicherweise doch deutlich verbessern (siehe Grafik weiter unten).
Global tätige Unternehmen
Blickt man etwas hinter die Kulissen der „Festung Schweiz“, eröffnet sich ein breites Spektrum international erfolgreicher und interessanter Unternehmen. Die an der Schweizer Börse notierten Gesellschaften erzielten im Jahr 2025 im Durchschnitt 83 Prozent ihrer Umsätze im Ausland, was ihre globale Kompetenz bestätigt.
Kurzfristige Kurseinbrüche bieten ausdauernden Anlegern immer wieder gute Einstiegschancen. Auch wenn die Wertsteigerungen der Schweizer Börse heuer nur gering sind, lohnt sich doch ein Blick auf die Rahmenbedingungen und die möglichen Anlagechancen bei unseren Nachbarn.
Die robuste Konjunktur
Aufgrund der bekannten internationalen Turbulenzen haben sowohl die Konjunkturforschungsstelle der ETH-Zürich als auch das amtliche Staatssekretariat für Wirtschaft in der Schweiz zuletzt ihre Prognosen für das Wirtschaftswachstum 2026 in der Schweiz leicht von 1,1 auf ein Prozent reduziert, 2027 soll es dann wieder bei 1,7 Prozent liegen.
Durch die international höheren Energiepreise werden die globalen Konjunkturaussichten getrübt. Auch die Verschlechterung der weltpolitischen Lage mit zahlreichen Krisenherden und der erratischen US-Politik wirkt sich belastend aus.
Im vierten Quartal 2025 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,2 Prozent, für das gesamte Kalenderjahr ergab dies dann 1,5 Prozent. Die Arbeitslosenrate von heuer drei Prozent könnte nächstes Jahr wieder auf 2,8 Prozent zurückgehen. In anderen Ländern würde man da ohnehin von einer Vollbeschäftigung sprechen. Hinsichtlich der niedrigen Inflationsrate bleibt die Schweiz ein Vorbild: Für heuer werden trotz der höheren Energiepreise lediglich Preisanstiege um 0,4 Prozent und für 2027 von 0,5 Prozent prognostiziert. Die Zinsen sollten weiter am „Gefrierpunkt“ verharren, die Schweizerische Nationalbank hat im Juni ihren Leitzins unverändert auf null Prozent belassen.
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