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Aktientipps
Gut und günstig
Die Aktienmärkte haben sich in den zurückliegenden drei Jahren hervorragend entwickelt, und Dow, Dax und Co. sind auch gut ins neue Jahr gestartet. Viele Indizes und Einzelaktien notierten zu Redaktionsschluss auf Rekordniveau. Der Wermutstropfen: Die meisten Aktien sind mittlerweile stolz bewertet. Das durchschnittliche Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) im US-Leitindex S&P 500 liegt bei über 25, was historisch betrachtet schon hoch ist. Zum Vergleich: Der langfristige Durchschnitt über die zurückliegenden 20 Jahre beläuft sich auf rund 18.
Für Anleger ergibt sich daraus folgendes Problem: Zu solch stolzen Preisen will man jetzt nicht unbedingt neu einsteigen. Zumal manch ein Marktbeobachter schon vor einer Spekulationsblase in einigen Bereichen warnt. Gleichzeitig gibt es bei jenen Aktien, die noch scheinbar günstig bewertet sind, häufig einen guten Grund für die vermeintlich attraktiven Bewertungen. So weisen beispielsweise die Aktien europäischer Autokonzerne meist einstellige KGVs auf und notieren weit unter ihrem Buchwert. Der Grund dafür: Die Branche leidet unter der Transformation in Richtung E-Mobilität, unter der neuen Konkurrenz durch aufstrebende Konzerne aus China und mitunter auch unter deutlich rückläufigen Gewinnen. Die Aktien haben sich aus gutem Grund entsprechend verbilligt und sind damit spekulative Wetten auf Comebacks.
Aber gibt es zwischen diesen beiden Extremen – gehypten, teuren Erfolgsaktien und gefallenen Engeln – noch etwas? Aktien, die im historischen Vergleich und/oder im Vergleich zu ihrer Peergroup günstig sind, die gleichzeitig aber auch eine positive Gewinndynamik auszeichnet? GEWINN hat in der Datenbank nach genau solchen Aktien gesucht und zehn vielversprechende Einzelwerte herausgefiltert.
Die Unternehmen sollten dabei nebst einer attraktiven Bewertung idealerweise chancenreiche Sondersituationen aufweisen. Das können massive Umstrukturierungs- und Kostensenkungsprogramme, Übernahmen oder innovative Produkte sein. Um eine Bewertungsfalle weitgehend zu vermeiden, sollten die Gewinnprognosen der Analysten zuletzt zumindest stabil gewesen oder idealerweise sogar nach oben revidiert worden sein. Tendenziell steigende Gewinnerwartungen sind nämlich ein gutes Zeichen, da sie eine ursprüngliche Unterschätzung der Ertragskraft dokumentieren.
Wachstumskaiser aus Korea
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