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„Gehen auch für 2026 von einem positiven Umfeld für Aktien aus“
Eva Födermayr, Leiterin des Private Bankings, und Stefan Neubauer, CEO der Kathrein Privatbank, sehen überwiegend positive Vorzeichen für das heurige Börsenjahr.
© Pepo Schuster, austrofocus.at

Interview

„Gehen auch für 2026 von einem positiven Umfeld für Aktien aus“

Aus Sicht von Eva Födermayr, Leiterin des Private Bankings, und Stefan Neubauer, CEO der Kathrein Privatbank, haben die Börsen in Europa weiteres Aufholpotenzial.
 

Von Martin Mayer

03.02.2026
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Obwohl Eva Födermayr als neue Leiterin des Private Bankings und Stefan Neubauer als neuer Vorstandschef der Kathrein Privatbank noch relativ „frisch“ in ihren jeweiligen  Ämtern sind, lassen sich das beide nicht anmerken – weder auf der Bühne beim feierlichen Neujahrsempfang im Palais Ferstel noch beim Interview mit GEWINN. Dabei sind beide relativ zuversichtlich für das Börsenjahr 2026, weisen aber auch auf entsprechende Risiken hin.

GEWINN: 2025 lief es an den Börsen besser, als viele erwartet hatten: Nach bereits zwei guten Jahren konnten die Aktienmärkte auch im Vorjahr noch einmal um 8,3 Prozent in Euro zulegen. Kann es heuer ein viertes gutes Aktienjahr in Folge geben?

Neubauer: Wir gehen auch für 2026 von einem positiven Umfeld für Aktien aus. Ein Hauptgrund für die starken Zuwächse in den vergangenen Jahren lag im starken Gewinnwachstum der börsennotierten Unternehmen. Wir erwarten auch für heuer wieder ein Gewinnwachstum, wenn auch vielleicht nicht mehr ganz so hoch wie im Vorjahr. Zweitens erwarten sich die Marktteilnehmer zwei Zinssenkungsschritte der US-Notenbank Fed, die potenziell positive Impulse für US-Aktien bringen könnten. Zudem könnte die geplante Fiskalinitiative in den USA, allen voran der „One Big Beautiful Bill Act“, den für die US-Wirtschaft sehr wichtigen Konsum vorantreiben. Und zu guter Letzt erwarten wir, dass die massiven Investitionen in künstliche Intelligenz weiterhin die Märkte unterstützen werden. Trotz allem rechnen wir mit erhöhter Volatilität. Es wird auch dieses Jahr irgendwann einmal eine Zeit geben, in der wir vielleicht Korrekturen sehen werden.

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