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Erfolg auf Bestellung
Thomas Schloss und Thomas ­Grüner setzten anfangs nur als Ergänzung zum stationären Handel auf Amazon. Heute ist die Plattform die tragende Säule für internationalen Umsatz.
© Waltz Seven GmbH

Online-Marktplätze

Erfolg auf Bestellung

Über digitale Marktplätze wie Amazon erreichen österreichische KMU Kunden in aller Welt. Waltz 7 nutzt Amazon erfolgreich für Wachstum, Urban Tool stieg nach anfänglichem Erfolg wieder aus. Strategien, Chancen und Risiken im Überblick.

Von Angelika Kraft

05.01.2026
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Immer mehr heimische Klein- und Mittelbetriebe wagen den Schritt über die Landesgrenzen – nicht mit teuren Auslandsfilialen, sondern über digitale Marktplätze. Plattformen wie Amazon, Etsy und Ebay ermöglichen es selbst kleinen Unternehmen, Kunden in aller Welt zu erreichen. „Marktplätze sind der kapitalschonendste Weg, von Wien aus Reichweite aufzubauen“, sind Thomas Grüner und Thomas Schloss, Gründer des Start-ups Waltz 7, überzeugt. Mit ihren Duschbomben, die auf den Boden der Dusche ins Wasser gelegt werden, sich langsam auflösen und dabei mit ihrem Duft für ein Wellnesserlebnis vergleichbar mit einem Saunaaufguss sorgen, schrieben sie Erfolgsgeschichte. Schon bald wurde der österreichische Markt für das Wiener Start-up zu klein, und das Ziel war klar: international ohne millionenteure Vertriebsstrukturen zu wachsen. Amazon bot den idealen Hebel. Dabei war die Plattform anfangs nur als Ergänzung zum Handel gedacht. Das Team registrierte sich selbst, lud erste Produktbilder hoch, erstellte einfache Listings – und beobachtete, was passierte. Schon nach kurzer Zeit machten die Verkäufe auf Amazon fünf bis sieben Prozent des Jahresumsatzes aus. Mit Beginn der Coronapandemie explodierte die Onlinenachfrage, der Kanal wurde neben Retail und eigenem Shop zur tragenden Säule für internationalen Umsatz. Heute ist Amazon für Waltz 7 unverzichtbar: Logistik, Lagerung und Versand erfolgen über das Programm „Fulfillment by Amazon“ (FBA), Kundenservice und Marketing werden hingegen inhouse gesteuert, denn „so bleiben Produktwissen, Tonalität und Feedbackschleifen direkt bei uns“, erklärt Grüner. Auch betriebswirtschaftlich ist das Modell von Waltz 7 durchdacht. Rund 15 Prozent des Verkaufspreises gehen als Provision an Amazon: „Das ist spürbar, gehört aber als Fixblock einkalkuliert“, rät Grüner. Dazu kommen Lager- und Versandgebühren (abhängig von Kategorie, Größe, Gewicht, Saison und Dauer), aber „mit sauberer Prognose fahren wir meist optimalen Lagerbestand und halten damit die Kosten niedrig“. Die Verpackungsmaße werden exakt auf Amazons Gebührenschwellen abgestimmt, um jeden Cent aus der Marge zu holen. Auch Werbung ist Pflicht, im Vergleich zum eigenen Shop sei die Neukundenakquise über Amazon aber sogar berechenbarer.

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