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Ein Job mit Feingefühl
Boris Jovanovic hat sich vor drei Jahren mit seinem Bestattungshaus Lucia selbstständig ­gemacht.
© Bestattung Lucia, Bearbeitung: GEWINN

Berufsbild Bestatter

Ein Job mit Feingefühl

Der Beruf des Bestatters zählt zu den sensibelsten überhaupt und ist weit vielschichtiger, als man vermuten würde. Zwei Unternehmer geben Einblicke in ihren Arbeitsalltag zwischen Organisation, Empathie und Sinnsuche.

Von Michaela Schellner

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28.04.2026
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„Ich wollte etwas machen, das Menschen hilft und auch gesellschaftlich einen Sinn hat“, erzählt Boris Jovanovic. Der 30-Jährige hat sich vor drei Jahren als Bestatter selbstständig gemacht und führt heute mit dem am Wiener Zentralfriedhof ansässigen Bestattungshaus Lucia erfolgreich sein eigenes Unternehmen. Mit vier Mitarbeitern, darunter auch sein Bruder, hat er seit der Gründung über 200 Familien begleitet. Dabei hatte Jovanovic als ausgebildeter Gartengestalter ursprünglich den Plan, den seit mehr als 30 Jahren bestehenden Blumenhandel seiner Familie zu übernehmen. „Nach ein paar Jahren im Job habe ich aber bemerkt, dass mich das nicht erfüllt.“ Über eine Station am Flughafen im Rollstuhlservice, wo er Menschen mit eingeschränkter Mobilität unterstützte, fand er schließlich seine Berufung im Bestattungswesen. 

Einfach war der Einstieg in die Branche aber nicht, wie Jovanovic offen sagt. „Ich bin nicht nur Quereinsteiger, sondern auch einer der jüngsten Bestatter mit eigenem Unternehmen in Österreich. Da wird man anfangs oft besonders genau beobachtet.“ Das Vertrauen der Menschen zu gewinnen, sei die größte Herausforderung gewesen. Klassische Werbung ist kaum möglich, und vieles läuft über Empfehlungen. Umso mehr freut sich der Unternehmer, dass er mit seiner Arbeit überzeugen kann und ihm immer mehr Familien ihr Vertrauen schenken.

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